Draghis Geldpolitik nützt den Amerikanern und schadet den Europäern. Bei seinem Werdegang ist das kein Wunder.

Von Dr. Hans-Jürgen Klose

Als der Italiener Mario Draghi die Europäische Zentralbank übernahm, glaubte niemand, dass er sich so lange halten würde, hatte er doch in seiner vorherigen Karriere viele sehr zweifelhafte Entscheidungen gegen sein eigenes Land getroffen. Die gravierendste war, die Telecom Italia dem italienischen Staat zu entziehen und internationalen Anlegern preiszugeben. Alles im Zeichen unseres seltsamen offiziellen Credos das Liberalismus heißt.

Draghi war Jesuitenschüler, war bei Goldman Sachs in leitender Position und wurde in den USA – wo er die Weltwirtschaft am Massachusetts Institute of Technology beigebracht bekam – vom Gouverneur der israelischen Zentralbank begleitet. Im letzten Augenblick verhinderte eine Gruppe der Neocons, dass er auf den Platz des geschäftsführenden Direktors des Fed gedrückt wurde. Aber in Europa kann er natürlich jetzt auch viel mehr für die Amerikaner tun. Die Zinsen in Europa unten zu lassen wo sie in den USA schon seit einiger Zeit steigen, führt automatisch dazu dass Milliarden dorthin abwandern wo man noch Zinsen bekommt.

Draghi muss dringend von einem der wichtigsten Posten der europäischen Wirtschaft weg. Hier sind jetzt erstmals die rechten Bündnisse im Europaparlament gefragt. Warum die AfD dort neben den britischen Tories von David Cameron sitzt und nicht der Fraktion der übrigen patriotischen Parteien angehört, möchte uns doch Gauland mal erklären – oder merkt er nichts?

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here