Angela Merkel - Bild: CDU / Tobias Koch

Auch wenn die weitere Kanzlerschaft Angela Merkels der CDU weiter schadet, hält die Partei an ihr weiter fest. Sie wird den Deutschen wohl noch bis 2020 erhalten bleiben.

Von Michael Steiner

Bundeskanzlerin Angela Merkel braucht sich zumindest die nächsten beiden Jahre trotz aller Pleiten und Pannen keine Sorgen um ihren Status als Chefin der CDU und der Bundesregierung zu machen. Zumindest so lange nicht, wie die SPD keine „Cojones“ zeigt und aus der unseligen GroKo aussteigt und Neuwahlen provoziert. Denn angesichts der anstehenden Landtagswahlen in diesem und im kommenden Jahr kann sich die CDU einfach keine größeren parteiinternen Personalrochaden leisten.

Immerhin setzt die Alternative für Deutschland bereits dazu an, die Union einzuholen und in einigen Bundesländern im Osten sogar zu überholen. Doch zu unsicher ist das Kalkül, mit der Abservierung Merkels und der Installation eines Vertreters des mittlerweile marginalisierten rechtskonservativen Parteiflügels an der Spitze, den ganzen während der letzten Jahre zur AfD gewechselten Wählern ein Angebot zu machen. Und bislang sieht es so aus, als ob es nur zwei potentielle Nachfolgekandidaten gibt.

Da ist einerseits der in weiten Teilen recht unbeliebte Gesundheitsminister mit höheren Ambitionen, Jens Spahn. Und andererseits gibt es da noch die nicht weniger unbeliebte Annegret Kramp-Karrenbauer, deren Zungenbrechername (gerne zu AKK verkürzt) noch ein zusätzliches Hindernis darstellt. Doch egal wer von den beiden es schlussendlich wird: inzwischen wurde so viel politisches Porzellan zerschlagen, dass ein erneuter Wahlsieg 2021 recht unwahrscheinlich erscheint.

In all den Jahren hat es Merkel geschafft, nicht nur Deutschland auf einen katastrophalen Weg zu schicken, sondern dazu auch noch ihre eigene Partei quasi hinzurichten und einen politischen Trümmerhaufen zu hinterlassen. Die „Teflon-Kanzlerin“ an der alles – selbst die gelegentliche Medienschelte – apprallt hat Pattex auf dem Hintern, mit dem sie im Kanzler-Sessel sitzt. Die einst staatstragende Partei von Adenauer und Erhardt avancierte vor allem unter ihrer Führung zur staatsvernichtenden Partei, wenngleich Vorgänger Helmut Kohl sich (Wiedervereinigungs-Farce, Europäisierung Deutschlands und Schwarzgeld-Skandale) auch nicht gerade mit Ruhm bekleckerte und sein Schärflein dazu beitrug, dass Deutschland mehr wie ein Unternehmen denn als Staat geführt wird.

Zwei weitere Jahre Merkel stehen den Deutschen also mindestens noch bevor, wenn nicht sogar noch mehr. Immerhin könnte sie „den Mugabe machen“ und auch bei der Bundestagswahl 2021 erneut kandidieren wollen – und das entgegen jeglicher Vernunft. Aber dann dürfte es für die CDU zu spät sein und sie ihre Rolle als führende Partei Deutschlands an die AfD abgegeben haben, so wie die SPD sich derzeit anschickt, mit den Grünen die Plätze zu tauschen – und dann wird es interessant in der deutschen Politiklandschaft.

3 KOMMENTARE

  1. Das schlimme ist, daß sie uns bis dahin an die EU verkauft hat und wir die wesentlichen Rechte eines Landes abgetreten haben und mit dieser Gewissheit wird sie noch ihr Ziel weiter ansteuern, bis wir den Brüsseler Bürokraten untegeordnet sind und sollte dann ein Aufstand erfolgen, können sie reinhauen, denn das Recht, zumindest auf dem Papier steht auf ihrer Seite und das wäre dann das Ende unseres Nationalstaates und wir gehen auf in den Vereinigten Sozialistischen Republiken Europas.

  2. „Deutschland“ braucht sie auch nicht aus der Hand zu geben.
    So das Fieberthermometer, ist sie das Barometer des Bevölkerungs Mischmasch`s auf deutschem Boden.

    Jeder weiß wie er dran ist. Eine Mehrheit tut und unterläßt was sie will.

  3. Merkel hat gar nichts geschafft, der dumme deutsche Michel hats geschafft, der sie immernoch wählt. Schon beim ersten Gang direkt nach Schröder wusste jeder mit mehr als 2 Gehirnzellen, das wird mir ihr nix…

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