Grenze Deutschland-Schweiz, Konstanz-Kreuzlingen - Bild: Flickr / Maik Meid CC BY-ND 2.0

Im vergangenen Jahr sind laut dem Statistischen Bundesamt insgesamt 416.000 Personen mehr nach Deutschland zugewandert als abwanderten.

Von Redaktion

Nachdem Deutschland im Jahr 2016 noch eine Nettozuwanderung von rund einer halben Million Menschen verzeichnete, lag diese im vergangenen Jahr bei rund 416.000. Diese resultiert aus der Zuwanderung von 1,551 Millionen Menschen, während 1,135 Millionen Personen aus Deutschland abwanderten, so das Statistische Bundesamt.

Die meisten Zuzüge nach Deutschland waren 2017 auf die Zuwanderung ausländischer Personen zurückzuführen: Von den zugewanderten Personen hatten 1,384 Millionen (89 Prozent) einen ausländischen Pass. Demgegenüber wanderten rund 885.000 ausländische Personen aus Deutschland ab. Im Saldo aus Zu- und Fortzügen ergibt sich daraus ein Wanderungsüberschuss ausländischer Personen von 499.000 (2016: +635.000).

Die Zahl der Zuzüge von Deutschen – dazu zählen Spätaussiedler sowie aus dem Ausland zurückgekehrte Deutsche – legte mit rund 167.000 Personen gegenüber dem Vorjahr zu (2016: 146.000). Gleichzeitig sank die Zahl der Fortzüge Deutscher auf 249.000 Personen (2016: 281.000). Daraus resultiert ein Wanderungsverlust deutscher Staatsbürger von 82.000 Personen im Jahr 2017 (2016: 135.000).
Bürger der Europäischen Union (EU) hatten 2017 den größten Wanderungsüberschuss ausländischer Personen (239.000), gefolgt von Staatsangehörigen aus Asien (140.000), aus den sonstigen europäischen Ländern (60.000) und aus Afrika (35.000), so die Statistiker weiter. Zum Wanderungsüberschuss aus der EU trugen vor allem Zuwanderer mit rumänischer (73.000), polnischer (34.000), kroatischer (33.000) und bulgarischer Staatsangehörigkeit (30.000) bei.

Der Saldo der Zu- und Fortzüge nahm gegenüber 2016 merklich für Staatsangehörige aus europäischen Nicht-EU-Ländern zu. Dabei handelt es sich insbesondere um die Balkanländer Kosovo (von -6.000 auf +8.000), Serbien (von -10.000 auf +6.000), Mazedonien (von -3.000 auf +6.000) und Albanien (von -26.000 auf -1.000). Dagegen sank der Wanderungsüberschuss mit Asien und Afrika. Er ging vor allem für Personen mit syrischer (von +146.000 auf +60.000), afghanischer (von +56.000 auf +4.000) und irakischer Staatsangehörigkeit (von +48.000 auf +16.000) zurück.

Loading...

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: redaktion@contra-magazin.com nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

3 KOMMENTARE

  1. Nun ist Quantität noch immer keine Qualität.

    Ich hatte nach der Jahrtausendwende für einen besseren Bildungsträger gearbeitet, der auch verschiedenste Kurse für deutsche Aussiedler, also Menschen, die Deutschland verlassen wollten, angeboten hatte. Die Auswanderungsrichtung war Skandinavien und es gab harte Kontrollen, auch durch die Zielländer, da sie den überwiegenden Anteil der Kosten trugen.

    Es waren Menschen mit guter, bis sehr guter fachlicher Ausbildung, mit vielen Jahren der erfolgreichen Berufspraxis. Meist waren sie verheiratet und der Ehepartner hatte mindestens das gleiche Niveau.
    Man kam mit ihnen leicht ins Gespräch, da sie aufgeschlossen waren und eine sehr breite Allgemeinbildung besaßen.

    Sie haben Deutschland verlassen, weil sie nach dem 45sten Lebensjahr keine Perspektive mehr in Deutschland hatten. Sie waren für die Unternehmen zu einem Kostenfaktor (durch die lange Betriebszugehörigkeit) geworden, dessen man sich entledigen musste/hatte.

    Mit vielen hatte ich noch lange Kontakt, mit einigen auch weiterhin. Sie haben sich mit ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten, mit ihren menschlichen Qualitäten, in völlig fremden Ländern, mit einer ganz anderen Sprache neue Existenzen aufgebaut und wollen nie wieder nach Deutschland.

    Nun haben wir Merkels Zuströmlinge, die Familienclans bilden, den ganz normalen Gepflogenheiten unkundig sind oder sich ihnen gewalttätig widersetzen. Mit durchschnittlichen Bildungsniveaus, die unter den Ansprüchen der Absolventen von Grundschulen liegen.
    Nach der Meinung der etablierten Politiker und den MSM soll das ja nun unsere Zukunft sein.

    Da bin ich erstmalig aber sehr froh, dass ich doch schon etwas älter bin. Insbesondere dann, wenn junge bis sehr junge Menschen auf den obligatorischen Anti- und Gewaltdemos der ANTIFA und des linksrotgrünen Spektrums für eine weitere, unkontrollierte Zuwanderung demonstrieren.

    Auch sie schaffen sich ihre eigene Zukunft selbst, die dann unumkehrbar sein wird und geradewegs in den Abgrund führt.

    In den verschiedensten Wissenschaften, wenn wir sie denn überhaupt noch ernsthaft betreiben, hat sich dafür der Begriff „Point of no Return“ etabliert.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here