Die aktuellen Zahlen können nicht darüber hinwegtäuschen, dass das deutsche „Wirtschaftswunder“ wohl kaum noch längere Zeit anhalten wird. Doch die deutsche Politik versagt auf voller Länge.

Von Dr. Hans-Jürgen Klose

Die ersten Vorbeben in der Wirtschaft in Deutschland haben noch nichts mit den Handelskonflikten zu tun, die man Trump anlastet – die Resultate dieser Streitigkeiten schlagen frühestens 8 Monaten auf den Markt durch, wenn sich die Steuersenkungen für die US-Unternehmen auszuwirken beginnen. Denn dann können amerikanische Unternehmen mehr und leichter investieren und werden dafür sorgen, dass der Exportüberschuss Deutschlands aus den US-Geschäften abgebaut wird.

Dass der Steuersatz in Deutschland der höchste in Europa ist, konnte bislang durch die Innovationskraft der deutschen Wirtschaft überkompensiert werden. Das Herbstgutachten unserer führenden Forschungsinstitute der Wirtschaft weist nur noch ein BIP-Wachstum von 1,7 fürs laufende Jahr aus. Alle Prognosen, dass im kommenden Jahr das BIP wieder leicht ansteigen könnte, sind schöngerechnet. Wer sich die Zahlen ansieht, legt sich eher auf 1,3 bis 1,5 fest.

Aber was bedeuten solche Zahlen für den Familienvater in Deutschland?

Zunächst einmal werden Wünsche nach Lohnerhöhungen mit Sicherheit abgebügelt. Auch der Arbeitskräftemangel in der Industrie besteht in einem Jahr nicht mehr, weil Unternehmen jetzt anfangen werden Personal abzubauen. Sollen dann unsere mit vorübergehenden Arbeitsplätzen versehenen Asylanten Hartz IV bekommen? Nach einem halben Jahr Arbeit? Den großen Unternehmen kostet die Entlassung unserer Gäste keinen Pfennig – aber den Steuerzahler trifft es doppelt.

Nicht nur in den USA werden gerade die Weichen auf Wirtschaftskrieg gestellt. In England hat in der zurückliegenden Woche May den Unternehmen die niedrigsten Steuern aller G20-Länder versprochen. Jetzt ist hier unsere Regierung gefragt, wenn der Standort Deutschland nicht den Bach runtergehen soll.

Im Übrigen wohin soll denn in Zukunft exportiert werden ? Die USA werden unter Trump die Bedürfnisse ihres eigenen Marktes bald selber decken. Merkel tut alles um Russland zu verprellen und China wird unsere Autoindustrie auch nicht mehr lange anbeten, wenn unsere Autounternehmen mit Abermilliarden an Strafzahlungen an amerikanische Gerichte in die Knie gezwungen werden und so ein lästiger Konkurrent der US-Industrie geschrumpft wird. Und unsere Politiker gießen immer noch mehr Öl ins Feuer- Dieselabgabe, Fahrverbote, Nachrüsten… alles das lässt unsere Autobauer im Ausland in einem schlechten Licht erscheinen.

Das Dieselthema in den Städten wird nicht durch 0,8 Liter weniger Spritverbrauch gelöst. Das Thema „Pendler“ muss jetzt untersucht werden. Wenn Arbeitnehmer vor Arbeitsbeginn eine Stunde unentgeltlich auf der Autobahn liegen und auf dem Rückweg nochmal Abgase in die vielbeschworene Umwelt pusten, müssen spätestens jetzt andere Regelungen her, wenn die Großstädte bewohnbar bleiben sollen. Hier ist Handlungsbedarf und nicht beim steuerlichen Ehegattensplitting das Scholz gerne abschaffen möchte – das ist für den Staat Pfennigfuchserei. Scholz soll seinen Blick auf das Wesentliche lenken, oder möchte er es gerne unseren Familien noch schwerer machen? Noch sind die Steuerüberschüsse da – Scholz hat jetzt zu zeigen, dass er seiner Aufgabe gewachsen ist.

4 KOMMENTARE

  1. Noch fließen die Steuereinnahmen überreichlich. Das Ministerium von Scholz konnte im 1. Halbjahr Mehreinnahmen von 48 Milliarden verzeichnen. An sich günstige Voraussetzungen seitens der Politik hier einiges zur Verbesserung der Aussichten zu verändern. Nur verhält es sich leider so, dass unsere „Schattenregierung“ gezielt Dllettanten, fachfremde und inkompetente Leute ausgewählt hat.

  2. Das sogenannte Wirtschaftswunder der vergangenen Jahre gab es in der Form, wie es von den Politikern und den MSM gern dargestellt und bei jeder Gelegenheit hinausposaunt, wird gar nicht.

    Es wurden qualifizierte Jobs abgebaut und Niedriglohnstellen geschaffen. Zahlenmäßig kamen nur die neuen Armuts-Jobs in die Schlagzeilen der MSM und die Sonntagsreden der Politiker.

    In der Realität sind Märkte sogar weggebrochen. Deshalb wurde verstärkt in den Raum der EU exportiert, an Abnehmer, die man unter normalen Bedingungen nicht beliefert hätte. Alles abgesichert durch Target2, für das der Steuerzahler aufkommt und nicht die exportierenden Unternehmen.

    Auch was immer gern in voller Verlogenheit propagiert wird, sind die Steuereinnahmen. Sie kommen von den Steuerzahlern und werden verwendet zur Bedienung der Schuldendienste gegenüber dem internationalen Finanzkapital. Da feiert man dann, bei voller Volksverblödung die „schwarze Null“ und jubelt, wenn irgendwelche Gemeinden die drückenden Schulden etwas mildern konnte.

    Bei den eigentlichen, originären Aufgaben des Staates kommt dabei nichts an. Vielmehr gibt man sich spendabel und verpulvert noch Gelder für den größten Blödsinn.

    In der Zwischenzeit zerbröckelt die Bausubstanz des staatlichen Schulsystems immer weiter. Schwimmbäder können nicht mehr betrieben werden, Bibliotheken werden still und leise geschlossen.

    Die Infrastruktur ist marode, es wird voll auf Verschleiß gefahren. Die großen Ausgaben stehen dann an, wenn die Brückenbauwerke wirklich nicht mehr als sicher eingestuft werden. Viele sind bereits kurz davor.

    Von den Universitäten, Hochschulen und der Wirtschaft selbst kommen keine Innovationen mehr, das Bildungsniveau sinkt dramatisch – das sind keine Voraussetzungen für eine Gesundung der Wirtschaft.
    Es sind Faktoren einer Abwärtsspirale!

  3. gerifreki hat völlig Recht. man müsste ein eigenes Kolloquium zu Wirtschaftsthemen machen, denn die Wirtschaft ist die Massenvernichtungswaffe der „Kulturstaaten“. Wir brauchen Leute die sich in der Wirtschaft auskennen und nicht durch die üblichen Studiengänge eingenordet sind. Beiträge wie dieser Kommentar sollten der Contra-Redaktion geschickt und im richtigen Rahmen veröffentlicht werden. Ich danke für solche Ergänzungen.

  4. Heute morgen sagte ich noch zu meiner Frau am Frühstückstisch, daß wir das Glück hatten in der schönsten Zeit der Republik leben zu dürfen und was danach kommt, scheint mehr als fragwürdig, denn alle Zeichen stehen auf Sturm ohne nun den Nachkommen Angst einjagen zu wollen, wenn wir es aber alle zusammen nicht schaffen uns von den Staatsverwaltern nach sozialistischem Vorbild zu befreien, dann werden wir Schiffbruch erleiden, denn die Ertragskraft der Deutschen ist noch gewaltig und wird auch durch den relativ starken EUR begünstigt und noch haben wir einen guten Mittelbau in Industrie und Arbeitnehmerschaft, die im Prinzip das Rückgrat des deutschen Volksaufkommens ausmachen, aber die Umverteiler sind ja gerade dabei diese letzte Bastion mit ihrem Unverstand und ihre Willkommensindustrie zu destabilisieren und da die mittleren und kleineren Unternehmen hochgradig vom Wissen und Können ihrer Mitarbeiter abhängig sind, können sie im Vergleich zur Großindustrie nicht verlagern und was derzeit an neuen Mitarbeitern herangezogen wird reicht eben nicht aus um im Wettbewerb zu bestehen und die sogenannten Fachkräfte aus dem Ausland können dieses Vakuum nicht ausfüllen und deshalb ist die wichtigste Maßnahme, den Mittelbau mit allen Mitteln zu stärken und auch attraktiv zu machen und nicht noch mehr zu belasten, aber was macht man, sie werden immer mehr besteuert, was das Zeug hält um es an die zu verteilen, die sich vielleicht auch mal daran machen sollten ihr Scherflein zum Erfolg beizutragen und mit dieser Erkenntnis in Kurzform geschildert glaube ich nicht an eine gute Zukunft, zumal das Wissen aus früheren Positionen den positiven Gedanken nicht begünstigen und man kann nur hoffen im Interesse aller, daß man es schafft, das Haupthindernis kalt zu stellen, denn ohne Arbeit kein Brot, aber ohne Regierung auch keine Not, denn die haben nicht bewiesen, daß sie es können und das kann schneller zum Verfall führen, als man landläufig vermuten könnte.

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