Bündnis 90, die Grünen. Foto: Flickr / Metropolico.org CC BY-SA 2.0
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Quer durch die Bank scheint es derzeit angesichts der GroKo-Schwäche in den Medien nur noch einen Grünen-Hype zu geben. Man pusht sie geradezu hoch.

Von Michael Steiner

Die Stimmung für die GroKo ist derzeit ziemlich tief unten. CDU, CSU und SPD befinden sich in einer selbst verschuldeten Abwärtsspirale, aus der sie sich kaum mehr befreien können. Die großen Mainstreammedien nutzen dies aus, um für die Grünen Stimmung zu machen. Kein Wunder, immerhin zeigten schon frühere Umfragen unter Journalisten, dass diese eine große Affinität zur „Ökopartei“ haben.

Man ist ja nicht dumm. Unter Nutzung psychologischer Instrumente sorgen sie sozusagen für eine „sich selbst erfüllende Prophezeiung“, da man um den „Gewinner-Effekt“ weiß. Das heißt: Hyped man eine Partei nach oben (wie z.B. zuvor auch bei Schulz und der SPD), zieht man noch zusätzliche Wähler in die „richtige“ Richtung. Denn wer will nicht auf der Gewinner-Seite stehen?

Auch den eigentlich aus sozialdemokratischem Hause stammenden Machern der „Nachdenkseiten“, die immer wieder höchst interessante Berichte veröffentlichen, ist dieser Hype aufgefallen. Vor allem in den nach wie vor meinungsbildenden öffentlich-rechtlichen Medien ARD und ZDF, die eine besonders hohe Reichweite haben und so eigentlich eine besonders große Verantwortung tragen.

„Sowohl die ARD als auch das ZDF haben gestern in ihren zentralen Sendungen Tagesthemen, Tagesschau in 100 Sekunden und ZDF heute mit Umfragen gearbeitet. Bei der ZDF heute Sendung vom 18.10.2018 war die Hessen-Umfrage der Aufmacher. Dort hieß es: „Hessen: Grüne legen stark zu; …“. So auch bei der Tagesschau um 18:00 Uhr, bei den Tagesthemen und auch bei der Tagesschau in 100 Sekunden. Ein wahres öffentlich-rechtliches Feuerwerk! Hier werden Umfragen dazu benutzt, um Stimmung in die gewollte Richtung zu machen“, so Albrecht Müller dort einleitend.

Aber auch die privaten Konzernmedien stehen dem Grünen-Hype um nichts nach. Immerhin weiß man auch dort schon längst, dass die Grünen auch nur eine weitere Systempartei geworden sind, von der für das ganze Establishment keine Gefahr ausgeht – weil sie eben inzwischen auch schon Establishment sind. Dass es sich hierbei um eine Partei handelt, die Pädophilie verharmlost, Inzest erlauben möchte und Deutschland komplett auflösen will, interessiert hierbei scheinbar niemanden.

Man kann also davon ausgehen, dass die Grünen nun auch in Hessen sehr stark in den Landtag einziehen werden und unter Umständen sogar in einer rot-rot-grünen Landesregierung den Ministerpräsidenten stellen könnten. Und das eben auch Dank der ganzen pro-Grüne-Berichterstattung, wie sie auch im Vorfeld der Bayern-Wahl stattfand, weil man die ungeliebte CSU unbedingt mit abstrafen wollte.

8 KOMMENTARE

  1. Wen überrascht das? Sind die Grünen, so wie sie seit der Ära Schröder kennen, nicht ein „Produkt“ der Bertelsmann-Stiftung? Der Einfluß dieser Institution, oder treffender dieses verschwörerischen Zirkels, auf die öffentliche Meinung wie auch auf den politischen Diskurs darf nicht übersehen werden.

  2. Die Grünen vom ersten Tag an bis heute die nützlichen Idioten.
    Es bestätigt eines, dass manche das ganze Leben den Durchblick nie erreichen.

  3. Der sogenannte Grünen-Hype ist gleichzeitig auch Ausdruck dafür, daß sich die gesamte Linke uneins ist, denn sonst wären sie sich schon lange Grün und nicht erst jetzt und da die Roten in Ungnade gefallen sind, weil sie die Ziele der Dunkelmänner nicht erfüllen, versucht man es jetzt anstelle der Sozialisten mit den Marxisten und im Prinzip tauschen sie lediglich die Plätze, in der Gesamtheit aber verlieren sie und das ist die wichtigste Nachricht für all jene, die den Kurs der neuen Konservativen unterstützen und deshalb abwarten, die Messe ist noch nicht gelesen und der Teufel wird sie alle noch am Schlawittchen packen, da können wir uns ziemlich sicher sein und hinter allen stecken die, die Merkel stützen und deshalb versuchen sie es mit dieser Methode um sie überleben zu lassen, das geht aber gründlich in die Hose.

  4. Der mediale Hype ist tatsächlich unerträglich, da absolut substanzlos. Allerdings darf man den ÖRR nicht als Informationsquelle verstehen. Es ist ein Konglomerat aus Hofberichterstattung, Hofnarren (tief ist das Kabarett gesunken) und Verblödung („Unterhaltung“) im Sinne der Konzerne (Konsum-Idioten).

    Leider tut man sich dieses Schauspiel relativ regelmäßig noch an. Aber nur so weiß man auch, wie der Feind tickt. Und es ist der Feind! Der Feind eines jeden abhängig Beschäftigten, unterhalb derjeniger, die mit Firmenwaagen, Titel und Eigenheim kompromitiert werden. Arbeitlose, Rentner, Bedürftige und Beschäftigte bis zum Meister haben keine Lobby und keinen parlamentarischen Vertreter mehr. Die SPD hat sich spätestens 1998 verabschiedet und „DIE LINKE“ ist heute der SED näher als die PDS vor 20 Jahren.

    Der Herr Herr Guido Reil erwähnte kürzlich auf einer Kundgebung das Wort „Alternative Gewerkschaften“. Das klingt verlockend. Aber wird nicht jede Organisation egal ob Partei, Gewerkschaft oder Verein früher oder später von den Konzernen gekapert?

    • Wenn ich lese: „von den Konzernen gekapert“, wird mir schlecht. Sie haben scheinbar noch nicht realisiert, dass wir in einer kapitalistischen Marktwirtschaft leben. Da sind die Spielregeln eben so, auch ganz ohne Verschwörungstheorien. Im Übrigen leben wir Alle recht gut damit, selbst Hartz4-Empfänger jammern auf hohem Niveau. Neid ist zwar ein wit verbreiteter Reflex, aber dass Andere viel mehr verdienen als ich, bedeutet ja nicht, dass es mir schlecht geht. Und wenn Internetkonzerne meine Daten nutzen oder weiterverkaufen, dann muss ich sie vorher freiwillig veröffentlicht haben.

  5. Bei der Thematik Grüne muss man bitte stets im Auge behalten, dass diese einst völlig kommunistisch gestartet sind, und heute Transatlantiker, also Connections zum linken, Tiefen Staat der USA haben.

    Über daraus hinausgehende Kontakte zur CIA berichtetet Jutta von Dithfurt in ihrer Autobiografie.

    Das betrachtend, wird die Agenda der Grünen, und ihrer Böll-Stiftung klarer!

  6. Als die Grünen gestartet sind, waren sie ein bunter Haufen von Umweltaktivisten, mit fast so vielen Rechtsradikalen wie Linksradikalen und vielen unpolitischen Idealisten. Inzwischen sind die meisten gut gebildet und wohlhabend und haben begriffen, wie die Welt funktioniert. Dazu braucht es keine Verschwörungstheorien und sie werden von ihresgleichen gewählt, ganz ohne „Medienhype“.

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