In den letzten Jahrzehnten gab es in Sachen Tumorbehandlung kaum eine Änderung. Das Geschäft mit dem Krebs ist zu einträglich. Ein Erlebnisbericht.

Von Dr. Hans-Jürgen Klose

Der Tumor ist inzwischen bei uns zum Normalfall geworden. Die Konzerne tummeln sich auf dem Tumormarkt und letztlich hat sich in den letzten 30 Jahren in der Tumortherapie nichts geändert. Krankenkassen haben ein Netz von Facharztrichtungen installiert das für den Einzelnen völlig unübersichtlich ist. Wieso muss der Chef der österreichischen Tumorgesellschaft als praktischer Arzt firmieren? Er ist einer der führenden Onkologen Europas. Oder hat man einen auf diesen Posten gelassen der der politischen Richtung des Pharmawesens ohne Widerstamd seinen Segen gibt?

Eine Mitarbeiterin von Professor Köstler in Wien hatte Verbindung zu mir aufgenommen, um von mir entwickelte pharmazeutische Präparate zu testen. Sie bekam im Laufe eines halben Jahres alles was sie abfragte, um dann ein Treffen zwischen mir und Köstler zu arrangieren. Köstler verriet mir, er habe den jetzigen österreichischen Kanzler „aus dem Hut gezaubert“ und bringe ihn mit konservativen Kreisen nun an die Macht.

Der Tumorspezialist betreibt eine Tagesklinik in Wien. Wir trafen uns wie dort so üblich in einem Cafe und er bekam das Paket mit Ampullen, das er sich gewünscht hatte. In regelmäßigen Treffen wiederholten wir unsere Besprechungen. Bei jedem unserer Meetings wurde er aufgeschlossener gegenüber dieser Karzinomtherapie die ohne Chemie, ohne Chemotherapie und ohne Bestrahlung auskommt. In einem offiziellen schriftlichen Statement der Onkologischen Gesellschaft Österreich bestägte er die die außergewöhnlich gute Wirkung der Powerlight-Produkte (Dass sie nur einen Bruchteil der üblichen Tumortherapien kosten, stand damals noch nicht zur Diskussion).

Und dann kam der Rückzieher. Ich erfuhr dass er in den Aufsichtsrat eines Pharmaunternehmens berufen worden war und dass das österreichische Innenministerium gegen meine Firma ermittele. Als ich mich ans Innenministerium wandte, bekam ich nur ausweichende Antworten. Ich erfuhr, dass ein Händler aus Wien versucht hatte „Powerlight CA“ zu kopieren und er in Haft sei. Vorher hatte man ihm angekündigt, in 14 Tagen bei ihm eine Hausdurchsuchung vornehmen zu wollen (Was wollte man nach einer vorbereitungszeit von 14 Tagen noch finden?).

Einige Monate später war ich in Portugal und wurde angerufen, die Polizei stehe bei mir in Deutschland vor der Türe, um das Haus zu durchsuchen. Es wurden einige Testampullen aus meinem Labor beschlagnahmt und ich erfuhr, dass ein Amtshilfeersuchen aus Österreich vorliege. Wie überall hatte ich mich auch in Österreich geweigert meine Produktionsverfahren offenzulegen.

In Deutschland – Vernehmung bei der Kripo – 8 Stunden ohne Pause. Man wollte die Produktionsverfahren kennen und eine Laborbesichtigung – es wurden unverhohlene Drohungen ausgestoßen. Die Strafanzeige die ich gegen den „vernehmenden Beamten“ machte, wurde abgeschmettert. Ich hatte zum Zeitpunkt der Vernehmung gerade eine Entführung hinter mir aus der ich mich nach 10 Tagen selbst befreien konnte. Seltsamerweise war die Entführung durch eine österreichische Diplomatin der Polizei in Kenntnis gegeben worden.

Dass Professor Köstler für mich nicht mehr zu sprechen ist, braucht kaum noch erwähnt zu werden. Auch die mit Powerlight behandelnden Ärzte sind nicht mehr zu sprechen. Man hatte dort im Kollegenkreis Wetten abgeschlossen, ob ich Weihnachten noch leben würde.

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