Ein Leopard 2 der Bundeswehr. Flickr / Bundeswehr CC BY-ND 2.0

Die Bundeswehr nimmt an immer mehr Manövern teil und hält auch deutlich mehr Übungen ab. Das lässt die Kosten in die Höhe schnellen.

Von Marco Maier

Angesichts dessen, dass die NATO insbesondere im östlichen Teil Europas eine stete Drohkulisse gegen Russland aufrecht erhalten muss und deshalb auch mehr Militärmanöver abhält, trifft dies auch die Bundeswehr. Diese nimmt häufiger an solchen militärischen Übungen teil, was entsprechend die Kosten in die Höhe treibt. Das geht aus einer Antwort des Bundesverteidigungsministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linken hervor, die der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ vorliegt.

Während im vergangenen Jahr 10.160 Soldaten an solchen Übungen teilnahmen, sind in diesem Jahr mindestens 16.000 Soldaten eingeplant. Bis Mitte September beliefen sich die Kosten laut Ministerium bereits auf 208 Millionen Euro. Mit den veranschlagten 90 Millionen Euro für das NATO-Großmanöver „Trident Juncture“ vom 25. Oktober bis 23. November in Norwegen summiert sich dies auf die genannten rund 300 Millionen Euro. Für die NATO ist dies die größte Militärübung seit Jahren, die sich zudem direkt gegen Russland richtet.

Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums betonte die Bedeutung des NATO-Manövers, mit dem die NATO „lange geplant und angekündigt auf das wiederholt aggressive Verhalten Russlands in den vergangenen Jahren gegenüber seinen Nachbarn reagiert und Einsatzbereitschaft wie auch Reaktionsfähigkeit demonstriert“. Der Beitrag Deutschlands sei mit 10.000 Soldaten und 4000 Fahrzeugen der zweitgrößte nach dem der USA.

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Damit zeigt die politische Führung in Berlin, dass sie weiterhin an einer aggressiven Politik gegen Moskau interessiert ist, während sie jedoch gleichzeitig versucht, die wirtschaftlichen Verbindungen trotz der mitgetragenen Sanktionen aufrecht zu erhalten – wie auch die Debatte um „Nord Stream 2“ zeigt. Immerhin geht es hier auch um Geld für die deutsche Wirtschaft. Doch da mehr Geld in den USA zu holen ist, biedert man sich eben weiter den Amerikanern an – und macht bei den teuren Kriegsspielen mit.

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1 KOMMENTAR

  1. Die Weicheier der BW können Übungen machen ohne Ende. Die gefallenen deutschen Soldaten des 1.- u.2. Weltkrieges sind als Tote noch besser.

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