Asylzentren: Merkels Totalversagen manifestiert sich

Bundeskanzlerin Angela Merkel plädiert in Sachen Migrationskrise für eine „europäische Lösung“, die auch Asylzentren in Nordafrika vorsieht. Doch das scheitert fulminant.

Von Michael Steiner

Seit Bundeskanzlerin Merkel und ihre Verbündeten auf EU-Ebene in Sachen Migrationskrise auf eine „europäische Lösung“ pochen und dabei auch Asylzentren in Nordafrika errichten wollen, welche zur Sammlung, Asylüberprüfung und gegebenenfalls auch Rückführung von irregulären Migranten dienen sollen, geht faktisch gar nichts voran. Im Gegenteil: Immer mehr Hürden und Stolpersteine bauen sich auf.

Nachdem vor einiger Zeit bereits nordafrikanische Länder wie Ägypten, Algerien und Tunesien die Errichtung von solchen Sammellagern kategorisch ablehnten, kommt nun auch Marokko hinzu, welches seit einiger Zeit zu einem neuen Hotspot der Migration von Afrikanern nach Europa avancierte. So sagte der Außenminister des Landes, Nasser Bourita, der „Welt“, dass Marokko „generell gegen alle Arten von Zentren“ sei. „Das ist Bestandteil unserer Migrationspolitik und eine nationale souveräne Position.“

Solche Zentren seien kontraproduktiv und auch Geldzahlungen würden an dieser Haltung nichts ändern. Es sei „zu einfach, zu sagen, das ist eine marokkanische Angelegenheit“, so der Minister. Marokkos Außenminister kritisierte, die EU mache das Migrationsproblem größer, als es tatsächlich sei. „Migration umfasst drei Prozent der Weltbevölkerung, wovon 80 Prozent legal sind“, so Bourita. Man spreche also nur von 20 Prozent aus diesen drei Prozent. Es gebe einen politischen Kontext, der das Problem größer mache, als es in Wirklichkeit sei.

Doch damit verdeutlicht Bourita jedoch, was von der „europäischen Lösung“ übrigbleibt, welche Merkel & Co vorantreiben wollen – nämlich gar nichts. Denn eine „Festung Europa“, die mit Waffengewalt gegen illegale Migranten an den Außengrenzen vorgeht, wird es nicht geben und dass Zäune und Mauern längerfristig auch faktisch unwirksam sind, zeigt die Geschichte. Weder die Chinesische Mauer, noch der römische Limes oder der „Eiserne Vorhang“ konnten ihre Funktion als Grenzschutzmaßnahme dauerhaft aufrecht erhalten. Das heißt aber auch, dass weiterhin jährlich hunderttausende Migranten nach Europa strömen werden und man dort damit konfrontiert wird.

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2 Kommentare

  1. Falsch, jedes Land braucht seine Grenzen um sich vor menschlichen Katastrophen zu schützen. Sonst gäbe es keine individuellen Staaten und Populationen mehr. China hat unermessliche Grenzen, diesen Status mit kleineren Ländern zu vergleichen entspricht der Nadel im Heuhaufen. Wir müssen uns mal langsam vom sogenannten menschlichen Verstand lösen und von der Natur lernen. Denn diese hat keine Politik erfunden, weil es diese nur auf künstlichem Wege gibt. Aber sie hat jedem Lebewesen Grenzen aufgesetzt. Auch Reviergrenzen um den eigenen Fortbestand und Lebenserhalt zu sichern. Naturgesetze sind unumgänglich und Lehrpfade für alles auf dieser Kugel.

  2. Richtig. Deshalb hat allgemeines Wehklagen und Mitleid über uns selbst auch Grenzen.
    Grenzenlos erleben wir nur die Dummheit und selbst die fordert ihren Tribut.
    Jeder ist seines Glückes Schmied.

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