ASB: AfD bekommt keinen Erste-Hilfe-Kurs

Weil sich die AfD nicht zu den allgemeinen Menschenrechten bekenne, wird der Bundestagsfraktion vom Arbeiter-Samariter-Bund der Erste-Hilfe-Kurs verweigert.

Von Michael Steiner

Im angeblich demokratischen Rechtsstaat Deutschland verweigert man einer demokratischen Partei, die auch vom Bundesverfassungsgericht in keinster Weise kritisiert wird, die Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Kurs. Und dann wird dies von einem angeblich demokratischen Politiker – nämlich dem Präsidenten des Arbeiter-Samariter-Bundes, Ex-SPD-Chef Franz Müntefering – auch noch gerechtfertigt.

Gegenüber der „Bild“ sagte der Sozialdemokrat angesichts dessen, dass die Hilfsorganisation „auf Anweisung der Geschäftsführung“ die Durchführung dreier Erste-Hilfe-Kurse für die AfD-Bundestagsfraktion absagte: „Ich verstehe die Entscheidung und kritisiere sie nicht.“ Denn der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) wolle keine Geschäftsbeziehung mit der AfD eingehen, weil dies mit dem eigenen Wertekodex nicht vereinbar sei.

Müntefering erklärte weiter, der ASB helfe „jedem Menschen in Not, ohne Ansehen seiner Person, seiner Herkunft, seiner Hautfarbe, seiner Religion“. Der frühere SPD-Politiker sagte zu „Bild“: „Wenn sich die AfD in diesem Sinne zu den allgemeinen Menschenrechten der Vereinten Nationen und zum Artikel 1.1 unseres Grundgesetzes bekennt, wird der ASB das Anliegen auf Durchführung eines Erste-Hilfe-Kurses noch einmal prüfen.“

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5 Kommentare

  1. Ausgerechnet dieser heuchler Müntefering.
    „Wer nicht arbeitet soll auch nicht essen (oder am besten gleich sterben).“ Und so einer durfte Politik machen oder seine Art von Bekenntnis zu was auch immer.

    1. Müntefering erklärte weiter, der ASB helfe „jedem Menschen in Not, ohne Ansehen seiner Person, seiner Herkunft, seiner Hautfarbe, seiner Religion“ und das passt, wer nicht arbeitet soll auch nicht essen? Hat er sich angesehen und festgestellt es ist die AfD die bei ihm kein Ansehen haben. 😀

  2. So tief ist die Führung des ASB also schon gesunken. Sich gegen das Grundrecht der Gleichbehandlung zu stellen und das eigene Leitbild zu verraten. Vielleicht sollte man Franz Müntefering absetzen wenn er sich so weit vom Weltbild des ASB entfernt hat. Nochmal zur Info das Leitbild:

    Das Leitbild des ASB
    Der ASB ist als Wohlfahrtsverband und Hilfsorganisation politisch und konfessionell ungebunden. Wir helfen allen Menschen – unabhängig von ihrer politischen, ethnischen, nationalen und religiösen Zugehörigkeit.

  3. Der ASB Deutschland ist, ebenso wie die AWO und weitere Hilfs- und Wohlfahrtsorganisationen, politisch stark mit den Sozis verbandelt.

    Mir ist schon immer unangenehm aufgefallen, das vor Wahlen es Politikern der Sozis gestattet war, in Alten- und Pflegeheimen aufzutreten und sich dort als die „Guten“ zu präsentieren.

    Natürlich ist auch der ASB eng mit der offiziellen Flüchtlingspolitik verbunden und damit Profiteur, also Bestandteil der Asylindustrie.

    Müntefering war und ist ein Primitivling, ein politischer Betonkopf – eben ein Sozi.

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