Yellowstone Nationalpark in Wyoming.
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Der Supervulkan Yellowstone ist aktiv wie schon lange nicht mehr. Eine Eruption würde fast große Teile Nordamerikas für Jahre unbewohnbar machen und die Nordhalbkugel in einen „nuklearen Winter“ hüllen.

Von Marco Maier

Niemand weiß, wann der Yellowstone-Supervulkan ausbrechen wird. Aber man weiß, dass die nächste Eruption eigentlich schon längst überfällig ist. Eine Eruption, die rund zwei Drittel der Vereinigten Staaten von Amerika und einen großen Teil des westlichen Kanadas unter einer meterdicken Ascheschicht begraben könnte und selbst das nördliche Mexiko erreichen würde. Nicht zu vergessen die atmosphärischen Auswirkungen auf die Nordhalbkugel: Bis zu 330 Kubikkilometer von Asche würden ausgeworfen und toxische Gasen würden für mehrere Jahre um die Welt getragen und dabei nicht nur die Sonneneinstrahlung verringern, sondern dazu auch noch für sauren Regen sorgen und so für Missernten und Nahrungsmittelknappheit sorgen.

Potentieller Ascheauswurf bei einer Eruption des Yellowstone-Supervulkans. Bild: Sciencenews.org

Also ja, wenn Yellowstone anfängt zu grollen, gibt es einen Grund, darauf zu achten, und gerade jetzt beginnt Yellowstone auf eine Weise zu grollen, die beispiellos ist. Das bedeutet nicht, dass ein Ausbruch unmittelbar bevorsteht, aber ohne Zweifel ist das, was derzeit stattfindet, mehr als nur ein bisschen alarmierend.

So ließ eine Eruption des Geysires Ear Spring, welcher einer der heißesten des ganzen Nationalparks ist, am vergangenen Sonntag das toxische kochend heiße Wasser rund zehn Meter in die Luft schleudern – zusammen mit Gestein und vulkanischem Auswurf. Zuletzt geschah dies im Jahr 1957 und in den letzten 60 Jahren gab es mit der letzten zusammen gerade einmal vier Eruptionen.

Am Montag dann ließ der Steamboat Geysir eine Stunde und 15 Minuten lang Wasser, Dampf und Gase mehrere Meter hoch in die Luft schießen. Seine (früher seltenen, inzwischen jedoch häufigeren) Eruptionen reichen dabei teilweise bis zu hundert Meter in die Luft, was ihn zum weltweit größten bzw. stärksten Geysir machen. Das Jahr 2018 ist nun mit der jüngsten Eruption nach 1982 das aktivste Jahr für diesen Geysir – und das Jahr ist noch lange nicht vorbei. Man muss bedenken: Von September 2014 bis März 2018 war der Geysir völlig ruhig – und nun gab es innerhalb eines halben Jahres bereits 19 solcher Auswürfe.

Dann am Dienstag wurde berichtet, dass der Boden „alle zehn Minuten um sechs Inch anstieg und fiel“ und „Wassertropfen aus dem Boden geschossen“, als sich ein neuer Geysir bildete. So schreibt der britische „Express„:

„Am Dienstag schossen aus dem Boden westlich von Pump Geyser und nördlich von Sponge Geyser Wassertröpfchen, die ebenfalls große Mengen heißen Dampfes ausstoßen.

Das neue Feature, das einen Durchmesser von acht Fuß hat, zeigt weiterhin erhöhte Anzeichen von Aktivität, nachdem Geologen beobachtet haben, wie der Boden alle zehn Minuten um sechs Inch ansteigt und fällt.

Geologen haben auch neue Geysire und das Kochen am Doublet Pool und North Goggles Geyser im Thermalbecken beobachtet, die sich im Upper Geyser Basin befinden.“

Das macht einen schon etwas nachdenklich, zumal es in diesem Jahr bereits einen deutlichen Anstieg bei den Erdbeben und Vulkanausbrüchen gab und der „Pazifische Feuerring“, zu dem auch der Yellowstone-Supervulkan eigentlich noch gehört, bereits durch sehr starke extrem tiefe Erdbeben erschüttert wurde. Die geologische Aktiviäten auf der Erde sind momentan sehr hoch, was zwar nicht unbedingt zu einem raschen Ausbruch des Yellowstone führen muss, aber durchaus dazu führen kann. Es scheint so, als ob unser Planet derzeit größere geologische Veränderungen durchmacht, was im schlimmsten Falle Milliarden Menschen das Leben kosten kann.

Mehr zum Thema Yellowstone-Supervulkan finden Sie hier.

4 KOMMENTARE

  1. Die Kreatur existiert schon seit hunderten von Millionen Jahren und der vierbeinige, von den Affen abstammende Homo sapiens seit vielleicht ein paar hunderttausend Jahren und davon können sie vielleicht zehntausende Jahre die Welt einigermaßen begreifen und deshalb ist es fast wahnwitzig, das Geschehen und ihre Folgen einschätzen zu können, im zeitlichen Rahmen schon garnicht und Vermutungen helfen auch nicht weiter, denn viele Studien mußten im Laufe der letzten 500 Jahre revidiert werden und das wird so weitergehen, denn die Natur läßt sich weder berechnen noch ins Handwerk pfuschen, denn wir sind ein Teil dessen und können froh sein oder auch nicht, daß wir überhaupt existent sind und deshalb sollten wir uns eher darauf konzentrieren wie wir es schaffen, die nächsten hundert Jahre zu überleben, die Natur als solche ist unbarmherzig und kennt keine Gnade, denn sie ist ein unergründlicher Prozeß, wo wir vielleicht Teile erahnen können, aber beeinflussen wäre anmaßend, denn unser Hirn ist begrenzt und das hat wiederrum auch etwas mit der gesetzgeberischen oder zufälligen Entwicklung zu tun, deren Erfassung wir nicht fähig sind und wenn man das All betrachtet, dann erst recht nicht und deshalb ist es besser, wir achten darauf gesund über die Straße zu kommen, als uns Gedanken über Vorgänge zu machen, die weder beweisbar noch berechenbar sind, von allgemein irdisch bekannten Dingen abgesehen.

  2. Naturkatastrophen gehören zur Erdgeschichte dazu!! Da können wir nichts dagegen machen!! Bald vielleicht wird der Yellow-Stone ausbrechen und der nordamerikanische Kontinent wird lange Zeit unbewohnbar sein!! Der Ausbruch des Yellow-Stone wird wie im Text beschrieben zu einem nuklearen Winter führen, Reduktion der Einstrahlung von Sonnenstrahlen, Lebensmittelknappheit und Missernten!! Und das ist nicht die einzige Katastrophe die auf den nordamerikanischen Kontinent zukommen könnte!! Sondern auch die Tatsache dass die nordamerikanische Litosphärenplatte eine sehr instabile ist!! Die nordamerikanische Litosphärenplatte ist ständig in Bewegung und droht durch den San-Andreas-Graben und durch den New-Madrid-Fault sogar auseinander zu brechen!! Noch nicht aufgezählt habe ich die vielen Tsunamis, Wirbelstürme und Hurrikanes die ständig den nordamerikanischen Kontinent heimsuchen!! Geologisch bzw… naturkatastrophentechnisch betrachtet ist der nordamerikanische Kontinent sehr gefährlich!! Kommt noch hinzu dass Eigentümer von Holzhäusern damit rechnen müssen dass deren Holzhütten nicht mehr lange stehen werden… den Termiten fressen Holz leidenschaftlich gern!! Zum Glück lebe ich in Europa!! Hier ist alles weniger dramatisch!! 🙂

  3. Hab ein par interessante Links gefunden weshalb der nordamerikanische Kontinent so gefährlich ist:

    Abgrenzungen der Litosphärenplatten:
    https://m.simplyscience.ch/kids-liesnach-archiv/articles/plattentektonik-die-wanderung-der-kontinente.html

    San Andreas Verwerfung: https://de.wikipedia.org/wiki/San-Andreas-Verwerfung

    New Madrid Fault https://de.wikipedia.org/wiki/New-Madrid-Erdbeben_von_1811

    Ich glaube dass die Bewegung der Kontinentalplatten und die Erdbeben einen Zusammenhang haben mit dem baldigen Ausbruch des Yellow-Stones!! Das Eine verursacht das Andere!! Deshalb die Links!!

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