Putin und Merkel. Bild: © Sputnik/ Sergey Guneev

Es sind die Geheimdienstler, die als Instrument der herrschenden und oftmals unfähigen politischen Klasse eingesetzt werden, um fremde Länder zu destabilisieren. Die Politiker selbst sind oftmals zu unfähig.

Von Dr. Hans-Jürgen Klose

Politiker sind im Gegensatz zu leitenden Geheimdienstlern fast nie in die Szenarien hinter den Kulissen eingeweiht. Sie verfügen auch nicht über das Wissen wie große Institutionen geführt werden. Da sie in der Regel auch nicht Politik studiert haben, sind sie allzu oft auf andere angewiesen um im Sattel zu bleiben.

In Deutschland ist dieser Mangel noch offensichtlicher als in anderen Staaten.

Als damals unter Jelzin Russland in die Knie ging, hat hier im Westen niemand verstanden, wie solch eine Macht bis hin zur Hungersnot Pleite gehen kann.

Unter Jimmy Carter waren seiner Zeit 800 CIA-Mitarbeiter entlassen worden, um sich das wirtschaftliche Wissen aneignen zu können, das man braucht um eine Volkwirtschaft zu unterminieren, zu überrumpeln und zu übernehmen. Viele in den USA wissen heute noch was „The Enterpise“ war – das Netzwerk ehemaliger Geheimdienstler das darauf angesetzt wurde, eine monopolare Welt einzuläuten. Bush benutzte „The Enterprise“ um Russland in einem riesigen Coup das Ende zubereiten.

Natürlich war auch hier Privatisierung das Zauberwort. Die Oligarchen wurden durch das Netzwerk der Amerikaner aufgebaut, verwandelten Staatsbetriebe in Privateigentum und teilten die Filetstücke der der russischen Wirtschaft unter sich auf. Zu Beginn der 90-ger Jahre teilten einige von ihnen zusammen mit den Ex-CIA-Männern sogar den riesigen Goldschatz der russischen Nationalbank. Teils flossen die Milliarden in private Oligarchen-Fonds, teils nahm sich der CIA für seine Unterorganisationen was er brauchte.

Wäre alles nach Plan gelaufen, würde Russland heute so aussehen wie der Flickenteppich des ehemaligen Jugoslawien. Dass auch hiesige CDU-ler ihre Aufgaben aus den USA damals zugewiesen bekamen sei nur am Rande bemerkt – Namen sind bekannt.

Zynisch beschrieben die US-Medien diese Vorgänge als das „Einführen von Demokratie und freier Marktwirtschaft“. Gleichzeitig baute das Agentennetzwerk Schirinowski, den Gründer der „Liberal-Demokratischen Partei Russlands“ zum Präsidentschaftskandidaten auf. Man wusste dass Schirinowski dem rechten Spektrum angehörte und hatte jetzt einen zukünftigen Präsidenten der damit bestens zur internationalen Zielscheibe geeignet war. Doch Schirinowski lief zu früh aus dem Ruder, ein paar Monate später hatte man es ja mit eingeplant. Bei seiner politischen Polenvisite vor den Wahlen und dem üblichen Auschwitz-Besuch machte er (Anm.: übrigens selbst jüdisch) sich über den Holocaust lustig – aus der Presse prasselte es nur einen Tag lang und Schirinowski war von der Bühne verschwunden.

Jetzt war die Zeit der KGB-Kreise die Wladimir Wladimirowitsch Putin aus dem Hut zauberten und damit Russland retteten.

Putin war vorher – nach seiner Zeit als Oberstleutnant des KGB in Dresden – nach Moskau zurückbeordert worden und wurde einige Jahre mit politischen Verwaltungsaufgaben betraut, bevor er über Nacht Direktor des FSB, des Inlandsgeheimdienstes wurde. Kein Wunder dass Jelzin dann mit einem Mal eine Änderung durchführte und sein sehnlichster Wunsch entstand, Putin als Nachfolger zu bekommen.

Glaubt ein Politiker in Deutschland zu wissen, was innerhalb der Geheimdienste bei uns geschieht? Es sind zwei Staaten im Staat. In Spannungszeiten wie dieser kommen dann die Spannungen zwischen den verschiedenen Strömungen an die Oberfläche. Und da sind wir bei den aufregenden Gesprächen unserer GroKo wegen Maaßen – die Koalition bleibt bestehen und keiner hat verstanden was passiert ist.

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