Zölibatär lebende Priester sind eine Gefahr für die Gesellschaft, da diese ihre stets unterdrückten Triebe immer wieder gegenüber Wehrlosen auslassen. Das darf nicht sein.

Von Dr. Hans-Jürgen Klose

Ich weiß gar nicht, wen die Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche überraschen. Endlich sagt auch der Papst, dass Sex ein Geschenk Gottes sei – hat allerdings fast 2000 Jahre gedauert bis das einer über die Lippen bekam. Aber es soll kein Kardinal, kein Bischoff und kein Papst sagen, dass das was jetzt durch die Presse geht nicht gang und gäbe ist. Vom österreichischen Fernsehpastor Paterno angefangen bis durch die Jahrhunderte zurück als Boccaccio im Decameron die Verkommenheit der Gottesmänner beschreibt.

Was bewegt einen Mann dazu zeitlebens auf Sex verzichten zu wollen, wenn er gerade noch im Studentenalter ist? In der Psychologie würde man ein schwerwiegendes Problem in der Pesönlichkeitsentwicklung diagnostizieren. An diesen Leuten ist nichts heilig, aber sie fühlen sich auserwählt, ihren Schäfchen zu sagen wie sie leben sollen. Nein mit „aufarbeiten“ ist es nicht getan – ein Berufsstand muss so verändert werden, dass für unsere Kinder keine Gefahr mehr besteht. Das hat nichts mit christlichem Glauben zu tun, sondern mit zeitgemäßem Umgang mit Menschen, die sich der Religion verschreiben.

Aber wenn wir schon mal alten Zöpfen sind, wer nicht die Anstrengung macht aus der Kirche auszutreten, dem zieht das Finanzamt ob er zur Kirche geht oder nicht die Kirchensteuer ab – im Schnitt 9 Prozent der Einkommensteuer werden automatisch zusätzlich abgeführt. Trennung von Staat und Kirche? Aber doch nicht wenn es ums Geld geht. In Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden und selbst im erzkatholischen Polen gibt es so was nicht.

Durch das Reichskonkordat von 1933 zwischen dem nationalsozialistischen System und dem Heiligen Stuhl werden bis auf den heutigen Tag diese Kirchenpfründe garantiert. Dass kirchliche Einrichtungen wie Krankenhausketten, Kindergärten usw. noch einmal die Kircheneinnahmen in die Höhe schnellen lassen, so dass eine Diözese wie Köln 5 Milliarden pro Jahr zu verwalten hat, geschieht ohne viel Aufhebens. Das Reichskonkordat wird wahrscheinlich das einzige unangefochtene Relikt aus dem 3. Reich sein.

In den 60-er Jahren machte der deutsche Dramatiker Hochhuth in seinem Schauspiel „Der Stellvertreter“ auf die Mitverantwortung der Kirche unter Pius XII. am Holocaust aufmerksam – aber das ist ja schon lange her.

3 KOMMENTARE

  1. Das Zölibat wurde im Jahr 306 auf der Synode von Elvira nicht eingeführt, um Priester durch Enthaltsamkeit näher an die Mysterien heranzuführen, sondern aus einem ganz banalen Grund. Wer Sex hat, zeugt/empfängt Kinder. Kinder, denen nach dem Tod der Eltern deren Vermögen als Erbe zufällt. Vermögen, welches die katholische Kirche lieber selbst behalten möchte. Also Kinderlosigkeit durch Zölibat zum Nutzen des Klerus.

    Im Umkehrschluss bedeutet dies nun, dass die heutige Kirche, sich dieses Umstandes wohl bewusst, lieber unsere Kinder durch ihre Priester missbrauchen lässt, die bekommen keine Kinder, als sich von ihrem Gewinnbonus Zölibat zu verabschieden. Sie opfern die Seelen unserer Schutzbedürftigsten um sich an ihnen zu befriedigen und zugleich der Kirche ihr Privatvermögen zu erhalten.

    So etwas tun keine liebenden Christen, so etwas passt eher zu Satanisten.

  2. Was erwarten wir von einer 1700 Jahre alten Organisation, die mehr Menschen hat umbringen lassen, als alle Diktatoren die uns bekannt sind.? Zu Konkordat: Es Ist eine Vereinbarung zwischen dem Vatikan und einer Regierung die besagt, dass die unterzeichnende Regierung (angeblich) ein teil der Regierung Gottes ist und der Papst bzw. der Vatikan beabsichtigt diese zu festigen, zu unterstützen, ihr „göttlichen“ und internationalen Schutz zu gewähren. Kardinal Pacelli, der spätere Papst Pius XII, Prälat Montini ( auch als Paul VI bekannt), sowie Franz von Papaen waren die Unterzeichner. Begebenheiten, über die unsere Geschichtsschreibung bzw. die der Sieger hinweggeht. Ebenso gern hinweggehen würde man seitens der Kirche über die seit langem bekannte Kinderfickerei. Registrieren können wir, dass diese Taten wohl Gegenstand eines öffentlichen Diskurses sind, doch außer Lippenbekenntnissen geschieht seitens der Verantwortlichen nichts.

  3. ganz einfach, meine kinder sind nicht getauft. ich bin schon lange ausgetreten. mit diesem dre(ck)sverein will ich nichts zu tun haben!

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