Emannuel Macron 2015, als er noch französischer Handelsminister war - Bild: Flickr / French Embassy in the U.S. CC BY-NC 2.0

Frankreichs Präsident, Emmanuel Macron, hat einen interessanten Lebenslauf und will Frankreich erneut zur globalen Großmacht machen. Das lässt er sich auch von Deutschland bezahlen.

Von Dr. Hans-Jürgen Klose

Unser gut aussehender kleiner Napoleon. Mit Rothschild als Protegé schafft das auch der Hausmeister von der Jungenrealschule in Schönefeld.

Bei der Aufnahmeprüfung an der Ecole normale superieure scheiterte der Jesuitenschüler zweimal, studierte dann Philosophie und Politik und schrieb seine Magisterarbeit über Machiavelli, den Lehrer der Tyrannei, der in seinem Werk „Der Fürst“ beschreibt, wie man durch Machenschaften an die Macht kommt und an der Macht bleibt. Und dann ging es bald ganz einfach für Macron – er heiratete eine 24 Jahre ältere Frau und schon wurde er Berater des sozialistischen Präsidenten Hollande – und dann wurde es noch einfacher, er kommt nämlich zum Bankhaus Rothschild und braucht dann nicht mehr lange zu warten bis er Finanzminister wird.

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2014 forderte er, also schon lange vor seiner Wahl zum Staatspräsidenten, zur Belebung der EU-Wirtschaft 50 Milliarden Euro aus der deutschen Staataskasse – denn die Deutschen haben’s ja. Damals konnten noch einige CDU-Politiker dagegen halten. Aber inzwischen sind ja selbst Leute wie Kauder auf Mainstream gebracht worden. Weil Macron damals leer ausging, blieb ihm nichts andres übrig als jetzt die Arbeitsmarktreform in Frankreich auf den Weg zu bringen, die ihm wegen der seither andauernden Proteste das Genick brechen wird. Als ehemalige und wieder neu avancierte Kolonialmacht sind es Franzosen eben gewohnt, dass andere für sie arbeiten. Macron soll auch nicht weiter versuchen die französischen Finanzen mit EU-Mitteln, sprich deutschem Geld, zu sanieren. Europa und wir müssen aufhören der Geldgeber für Sanierungsfälle zu sein.

Wenn Merkel ihren französischen Freund das nächste Mal besucht, soll sie ihm raten, den Job doch einfach Marie Le Pen machen zu lassen – soll die sich doch die Finger verbrennen. Oder aber die Franzosen gewöhnen sich daran ihre Interessen auf Frankreich zu beschränken.

Westafrika ist nur eines der Beispiele, wie die Grande Nation ihre teuren kolonialen Interessen auch im 21. Jahrhundert militärisch durchsetzt. 2013 begannen die Franzosen in Mali ihre Operation Serval, seitdem kommt das Land nicht mehr zur Ruhe – ursprünglich bombardierte die französische Luftwaffe um 6.000 noch seit Kolonialzeiten in Mali lebende Franzosen vor Islamisten zu schützen. Dieser Operation Serval folgte dann ein Jahr später die Operation Barkhane – ebenfalls durch Franzosen vorgetragen, diesmal in erweiterten Rahmen. Während anderswo für die Sahelzone gespendet wird, wurde Berkhane auf Burkina Faso, den Tschad und Mauretanien sowie Niger ausgedehnt – nun kann man sagen „ist Gott sei Dank weit weg“ - nur über UN-Mandat sind unsere Soldaten mit 1.100 Mann an der Operation MINUSMA, der zur Zeit gefährlichsten UN-Mission beteiligt. Dieser verwegene Militäreinsatz ging natürlich nur mit einem UN-Mandat, das der Sicherheitsrat mit Frankreich als ständigem Mitglied auch gern erteilte.

Wer so viel Geld in militärische Interventionen steckt wie Frankreich, war vor wenigen Jahren gezwungen Merkel und Steinmeier die atomare Teilhabe an der Force de Frappe anzubieten – natürlich wusste Sarkozy, dass die Deutschen das dankend ablehnen mussten - was hätte der transatlantische Bruder dazu sagen sollen? Wenn es eine europäische Verteidigungspolitik gäbe, dann wäre der atomare Bereich das erste worüber wir zu sprechen haben, wollen wir jemals auf Augenhöhe begegnen.

Macron der Friedensengel der heute vorgibt überall vermitteln zu wollen, soll nun offenlegen wie weit seine Verstrickungen mit der Rothschild Bank noch reichen. Wenn wir jetzt von amerikanischer Vorherschaft befreit werden, müssen wir uns angewöhnen, Frankreich mit dem gleichen Maß zu messen wie andere EU-Länder auch.

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