Ein Dutzend Atomkraftwerke in North und South Carolina liegen direkt im Weg von Hurricane Florence, der zum „schlimmsten Sturm der US-Geschichte“ werden könnte. Bekommen die USA ihr eigenes „Fukushima“?

Von Marco Maier

Die neuesten Computerprognosen vom Dienstag Nachmittag (Ortszeit) haben vorhergesagt, dass der Hurricane Florence, immer noch Kategorie 4, immer größer und mächtiger wird und irgendwo bei der Grenze zwischen North und South Carolina an Land trifft. Mehr als eine Million Menschen wurden bereits zur Evakuierung aufgefordert – vor allem jene, die in den Küstengegenden leben.

Aber das ist noch nicht alles. Mehrere Atomkraftwerke in den beiden US-Bundesstaaten liegen auf dem direkten Weg, den der tropische Sturm wohl nehmen wird. Und das kann unter Umständen zu einem GAU führen.

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Nach Angaben der Nuclear Regulatory Commission (NRC) gibt es in den Carolinas zwölf betriebene Kernkraftwerke, die Strom durch die kontinuierliche Spaltung von Uranatomen (d. H. Eine Kernreaktion) erzeugen. Diese Kraftwerke befinden sich im Allgemeinen in der Nähe eines Gewässers – eines Flusses, eines Sees, einer Flussmündung oder eines Ozeans -, weil sie eine konstante Wasserquelle für Kühlzwecke benötigen. Ohne Kühlwasser wird ein Kernreaktor überhitzt, was zu Kernschäden, einem Versagen der Eindämmung und der Freisetzung schädlicher Strahlung in die Umwelt führt.

Überschwemmungen infolge des Sturms könnten für die Kernkraftwerke katastrophal sein. Übermäßige Wassermengen können die Ausrüstung beschädigen oder die elektrischen Anlagen der Anlagen zerstören, wodurch die Kühlmechanismen außer Kraft gesetzt werden. Dies geschah im Werk von Fukushima Dai-ichi in Japan infolge des Tsunami im März 2011, der den Reaktoren der Anlage schwere Schäden zufügte.

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