In den öffentlichen Pensionskassen der USA fehlen ganze sieben Billionen Dollar. Bei den privaten Kassen geht es auch bald in die Billionen. Das ist eine tickende Zeitbombe.

Von Marco Maier

Millionen von US-Staatsangestellten rechnen sich eine Zukunft mit ihren Pensionen aus den Fonds von den Lokalregierungen, Bundesstaaten und der Bundesregierung aus. Doch immer mehr dieser Pensionsfonds stehen vor der Pleite, müssen aus Steuermitteln zusätzlich subventioniert werden und kommen trotz der ohnehin zu hohen Aktienkurse nicht aus den Miesen. Das führt dazu, dass alleine dort bereits eine Finanzierungslücke von sieben Billionen (amerikanisch: trillion) Dollar besteht. So viel Geld würden diese Pensionskassen nämlich benötigen, um ihre Verpflichtungen decken zu können.

Hinzu kommen rund 1.400 private Pensionen der Unternehmen, die eine Lücke von 553 Milliarden Dollar aufweisen. Hinzu kommt die Erwartung, dass 25 Prozent der Mittel in diesen Pensionsfonds in der nächsten Dekade verloren gehen – und viel mehr, wenn die Hausse an den Börsen ihr erwartetes Ende findet. Auch dann befindet man sich im Billionen-Bereich.

Dabei zeigt es sich, dass nicht nur die Umlagesysteme (wie in Deutschland oder Österreich) unter der demographischen Entwicklung leiden, sondern eben auch diese Fonds mit direkten Zahlungen. Denn mit dem Altersruhestand der Babyboomer kommen in diesem Fall immer mehr Auszahlungen zu tragen, während nicht mehr genügend Geld nachfließt, was selbst bei steigenden Kursen an den Börsen nicht ausreicht, um die wachsende Lücke zu decken.

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Die Vereinigten Staaten steuern geradezu in ein finanzielles Desaster hinein, welches mehrere Millionen Menschen betrifft, die dann im Alter mit fast nichts dastehen, weil sie auf die Pensionen aus ihren Kassen bauten und selbst keine ausreichenden Ersparnisse vorweisen können. Das bringt eine breite Verarmung mit sich, welche auch die US-Wirtschaftsleistung negativ beeinflussen wird und somit auch die Aktienkurse der US-Unternehmen – und damit eben auch die Reste in diesen Pensionsfonds.

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1 KOMMENTAR

  1. Wie schön zu wissen, dass alles über den Teich zu uns schwappt. Noch schöner ist das Wissen, dass wir ja immer noch besetzt sind.
    Buchtipp: „Der Crash kommt“, von Max Otte. Den hat er zwar schon 2007 geschrieben, aber Gut Ding braucht eben Weile.

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