Sonnenflecken

Offenbar geht die Sonne erneut auf ein „Solarminimum“ zu, was mehrere Jahre Abkühlung für die Erde bedeutet würde. Eine mehrere Jahrzehnte andauernde Mini-Eiszeit wäre die Folge.

Von Marco Maier

Schon einmal, zwischen 1645 und 1715, erlebte die Erde aufgrund eines Solarminimums eine sogenannte Mini-Eiszeit, welche auch als „Maunder Minimum“ bezeichnet wird. In diesen 70 Jahren sanken die globalen Temperaturen um durchschnittlich 1,3 Grad Celsius. Das Ergebnis: Missernten, Hunger und Revolten.

Nun soll laut Wissenschaftlern ein neues solches Solarminimum kommen, wie die Sonnenfleckenaktivitäten zeigen. Denn Wissenschaftler berichten, dass die Sonne in diesem Jahr 133 Tage lang frei von Sonnenflecken war, so „The Express UK„. Damit ist die Sonne für den größten Teil des Jahres leer. Experten warnen weiter, dass dies ein Zeichen dafür ist, dass das solare Minimum auf dem Weg ist.

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„Die Sonne ist wieder makellos. Für den 133. Tag dieses Jahres ist das Gesicht der Sonne leer“, schrieb die Webseite Space Weather.

„Das Sonnenminimum ist zurückgekehrt und bringt zusätzliche kosmische Strahlung, lang anhaltende Löcher in der Sonnenatmosphäre und seltsam rosa Polarlichter“, fuhr die Webseite fort.

Die Sonne folgt einem Zyklus von etwa 11 Jahren, wo sie ein solares Maximum und dann ein solares Minimum erreicht. Während eines Sonnenmaximums gibt die Sonne mehr Wärme und Sonnenpartikel ab und ist mit Sonnenflecken übersät. Weniger Wärme in einem solaren Minimum ist auf eine Abnahme der magnetischen Wellen der Sonne zurückzuführen. Es wird nicht erwartet, dass unsere Sonne bis etwa 2020 in ein solares Minimum übergeht, aber sie scheint etwas früher in diese Richtung zu gehen, was sich als schlechte Nachricht für Liebhaber von warmem Wetter erweisen könnte.

Es ist bekannt, dass niedrige Sonnenaktivität Auswirkungen auf das Wetter und das Klima der Erde hat, und es ist auch mit einem Anstieg der kosmischen Strahlung korreliert, die den oberen Teil der Atmosphäre erreicht. Die leere Sonne ist ein Zeichen dafür, dass das nächste Sonnenminimum näher rückt und es wird in den nächsten Jahren immer mehr makellose Tage geben“, schrieb eine meteorologische Website namens Vencore Weather.

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5 KOMMENTARE

  1. Was mich interessieren würde: Gerade im Hinblick auf den extrem trockenen Sommer wäre die Auswirklung der Windkraft auf die Wettersysteme in Europa untersuchenswert. Wir haben in Europa ca. 190GW an Windkraftanlagen verbaut, vieles davon in Offshore-Bereichen. Sprich, wir entnehmen Tag für Tag dem Windsystem bis zu 190GW an Energie. Hat schon mal jemand simuliert, wie sich diese Energieentnahme auf die Wettermuster auswirkt, vor allem auf den Transport von feuchter Luft aus dem Meeresgebieten zum Festland?

    Ich frage mich deshalb, weil das Wetter bekanntlich chaotischen, nicht-linearen Gesetzmäßigkeiten folgt, wo kleine Ursachen oft große Auswirkungen haben (Schmetterlingseffekt). Sind 190GW jetzt schon eine kleine Ursache, oder doch (noch) ein Nichts?

    Ich befürchte, hier wurde ideologisch bedingt eine Technologie vorangetrieben, deren Folgen möglicherweise nicht korrekt abgeschätzt wurden.

  2. Warum steigt (noch) die mittlere Temperatur der Erde?
    Betrachtet man den Einfluss der Erdbahn, d.h. Exzentrizität und Zeitpunkt der sonnennächsten Position, so müssen die Unterschiede zwischen den Jahreszeiten abnehmen.
    Die Neigung der Erdbahn nimmt ab und damit die Unterschiede zwischen den Jahreszeiten.
    Die Sonnenaktivität hat drei Perioden, die klimawirksam sind. Deren Dauer beträgt rund 86 ½ , 210 und 1470 Jahre. Vor 86 ½ , 210 und 1470 Jahren war es deutlich kälter als heute.
    Die kühlen Phasen dauern Jahrzehnte. Der Klimawandel hat dies kaschiert und wird wahrscheinlich vorrübergehend ausgebremst. Doch danach wird es wohl umgekehrt dramatisch

  3. Im Hinblick auf eine potentiell nukleare aufziehende Katastrophe bei den vorliegenden, erdumspannenden Standorten ist diese „sogenannte wäre, wenn Mini- Eiszeit“ gleich Pipifax und nicht einmal einer Erwähnung wert.

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