Riexinger: Wagenknecht spaltet die Linke – wirklich?

Linkspartei-Vorsitzender Bernd Riexinger wirft Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine vor, die Linke mit ihrer Bewegung “Aufstehen” zu spalten. Dabei ist sie eine integrative Sache.

Ein Gastartikel von Manfred Holzer

Teile der Linkspartei sehen sich durch die linke Sammlungsbewegung “Aufstehen” von Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine offenbar bedroht. Darunter auch der Vorsitzende der Linken, Bernd Riexinger, der zusammen mit seiner Co-Vorsitzenden Katja Kipping zu jenem Flügel gehört, welcher die Linie Wagenknechts immer wieder kritisiert.

“Gerade in Zeiten, in denen der braune Mob wieder ungehindert auf Menschenjagd gehen kann, muss die gesellschaftliche Linke ihre Geschlossenheit und ihre klare Haltung gegen rechts demonstrieren”, sagte Riexinger dem “Handelsblatt”. Und weiter: “Sie muss jeden Anschein von Spaltung und des Zurückweichens vermeiden und entschlossen in die politische Auseinandersetzung darüber gehen, in welcher Gesellschaft wir leben wollen. Alles andere würde ein fatales Signal der Schwäche und Ohnmacht aussenden.”

Dabei zeigt gerade die Wagenknecht-Bewegung, dass eine Zusammenarbeit der politischen Linken in Deutschland auch über die Parteigrenzen hinweg und unter Einbindung der Parteilosen möglich ist. Jene Linken, die noch mit so viel gesundem Menschenverstand ausgestattet sind, dass sie den “No Borders, No Nation”-Genossen die Gefolgschaft verweigern, sammeln sich dort. Politisch links denkende Menschen, die sich nicht von utopischen Träumereien haben einlullen lassen, die zur völligen Zerstörung Deutschlands führen würden.

Kein Wunder also, dass gerade die neulinke Fraktion nervös wird, weil sie die eigenen Felle davonschwimmen sehen. Jene die vorgeben, für die “Arbeiterklasse” zu sein sind nämlich zumeist jene, die sich lieber für die Interessen von Zuwanderern einsetzen als für jene, die ohnehin schon nur einen vergleichsweise geringen Lohn für ihre Arbeit erhalten und davon noch ein Stück abgeben sollen, um die Unterbringung und Versorgung von Zuwanderern zu finanzieren.

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4 Kommentare

  1. Kipping und Riexinger, als Spitzenduo, repräsentieren die augenblickliche LINKE.

    Es ist eine Organisation der untersten Niveaustufe. Sie macht mit ihren permanenten Kontra-Demonstrationen und ANTIFA-Einsätzen die Drecksarbeit für das Merkelregime. Sie lassen sich, über ihre Organisationen, Vereine, “Projekte” das auch recht gut bezahlen (Mittel für den Kampf gegen Rechts).

    Dieser Dauerzustand verprellt Linke, die noch ein Resthirn besitzen und lockt dafür immer mehr Underdogs an.

    Das Ergebnis ist die sinkende Akzeptanz beim Wähler.

    Das beunruhigt einige Mitglieder, wie auch Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine. Sie wollen ihre Partei retten, mehr nicht. Dadurch werden sie keinesfalls Interessenvertreter der deutschen Bevölkerung oder des deutschen Staates.

    Sie haben lediglich Kreide gefressen und sind für einige kosmetische Veränderungen, damit sich das Image der LINKEN wieder etwas verbessert. Vom Herzen bleiben sie, wie Kipping und Riexinger, Internationalisten und damit Lakaien des internationalen Finanzkapitals.

    Aber schon das reicht offensichtlich dem Betonköpfe-Duo Kipping, Riexinger um von einer Spaltung zu sprechen. Das zeigt nur wie tief diese Partei im selbstgeschaffenen Sumpf versackt ist.

    1. Alle Parteispitzen (bei der AFD bin ich mir noch nicht sicher) sind “Lakaien des intern. Finanzkapitals”, die über die Jahre seit der “WIedervereinigung” von ausländischen NGO’s geschult und gebrieft in diese Positionen gehoben wurden. So wie Merkel bereits 1989/90 in Aspen/USA gemeinsam mit deMaiziere am “YoungLeader-Programm” teilnahmen, die Grünen (auch) über die Bertelsmann-Stiftung gebrieft wurden (Özdemir war 2001 übrigens auch in Aspen), haben die anderen Großkopferten der Alt-Parteien ähnliche Werdegänge.

      1. Vollkomen richtig.

        Natürlich haben “Dienste” und die angesprochenen Organisationen daran Interesse, bei einer jungen Partei, die so schnell gewachsen ist, eigene Personen zu installieren. Entweder durch Einschleusung oder durch “Bearbeitung”.

        Deshalb ist es auch erforderlich, dass eine Partei, die sich massiven, permanenten Angriffen ausgesetzt sieht, eine eigene, interne Kontrollkommission schafft, um Enttäuschungen für sich selbst und für die Wähler zu minimieren.

        Es waren ja nicht nur Petry und Pretzell. Dort wo die AfD in die Landesparlamente einzog hatten wir ja gleich anschließend Parteiaustritte mit Mandatsmitnahme. Wer das verfolgt hat, konnte feststellen, dass fast alle “Begründungen” sehr, sehr ähnlich formuliert und absolut fadenscheinig waren.

        Es gibt also umfassende, tatkräftige Aktivitäten um die AfD zu unterminieren, das ist Fakt. Deshalb sollten Maßnahmen des Eigenschutzes auch mehr Beachtung geschenkt werden.

  2. Also, Herr Holzer, ganz so negativ wie Sie sehe ich Wagenknechts und Lafontaines Engagement keineswegs. Beide haben allerdings realisiert, dass ein “weiter so” wie mit Rixinger und Kipping die Linke vollends aus der Bahn wirft. Damit wäre die Linke auf dem gleichen Kurs Richtung Abgrund, auf dem sich bereits die SPD befindet. Ganz offensichtlich hat die Mehrheit der Mitglieder der Linken immer noch nicht erkannt, dass linke Schlägertruppen und ungehemmte Masseninvasion fremder Völker
    keine Probleme lösen, aber jede Menge neuer Spaltpilze und KOSTEN schaffen. Und zwar sowohl in den (etablierten) Parteien, als auch in der Gesamtgesellschaft. Nicht umsonst gilt der alte Spruch, dass Linke (“Sozis”) nicht mit Geld umgehen können. Neue Tatsache ist inzwischen, dass gleiches Unvermögen CDUCSU und Grüne ereilt hat. Bedingt durch die Dauermurkserei dieser Regierung und der früheren Volksparteien sowie weitgehend desinteressierter Wähler sehe ich heute nur wenig Chancen, einen Stopp in dem verhängnisvollen Run zum Großbankrott ein zu leiten. Am ehesten hielte ich dafür die AfD und S. Wagenknechts Bewegung in der Lage. Mit der AfD besteht jedoch die Gefahr des Abgleitens in das neoliberale Gesellschaftsmodell… Der Parteienstaat hier hat die -echte- Demokratie bereits zum Auslaufmodell deformiert, ein einziger großer Mauschelverein unser früher mal schönes Land.

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