Antifa-Demo in Berlin. Bild: Flickr / Montecruz Foto CC BY-SA 2.0

Wenn linksextreme Bands mit gewaltverherrlichenden Texten auf Konzerten gegen Rechtsextremismus auftreten dürfen, ist das symptomatisch für ein abgewirtschaftetes System. Hass ist offenbar in Ordnung, wenn er aus der „richtigen“ Ecke kommt.

Von Michael Steiner

Die etablierte Politik der Bundesrepublik ist sich im ominösen „Kampf gegen Rechts“ für nichts zu schade. Selbst linksextremistische Bands, die in ihren Liedtexten zur Gewalt gegen „Rechte“, Polizisten und Journalisten aufrufen, werden hierbei unter Polizeischutz (!) hofiert, wo sie ihren geistigen Sondermüll dem Publikum zum Besten geben dürfen. Selbst wen für solche Bands und deren Clientel sogar schon Sozialdemokraten als „rechts“ gelten.

Die dabei vom Establishment immer wieder aufgestellte Gleichung lautet: Rechts ist böse und gewalttätig, links das genaue Gegenteil davon (wie auch die RAF zeigte…). Dass das nicht stimmt, lehrt einem zwar die Geschichte, aber historisches Wissen ist ja „ewiggestrig“. Man könnte ja auch auf die falschen Gedanken kommen, wenn man sich nicht moralinsauer mit der Vergangenheit beschäftigen würde.

Der „antinazistische Reflex“, der aus den Gräueln und Wirren des Zweiten Weltkrieges und des Dritten Reiches hervorging, lässt keine Grauschattierungen zu, wenn es um die politische Rechte geht. Da gibt es nur ein Denken in Schwarz-Weiß. Bei der politischen Linken hingegen sieht man mehrheitlich (natürlich nicht überall, wie auch Wortmeldungen aus Kreisen der CDU und der FDP zeigen) auch Grauschattierungen. Aber auch in diesen etablierten Politikkreisen scheint sich die Angst breit zu machen, man würde der Sympathie für „die Rechtsextremen“ verdächtigt, wenn man den Auftritt von Krawall-Linken auf der Bühne nicht billigt. Selbst wenn diese immer wieder Lieder produzieren, die auf dem Index landen.

Linksextremismus ist in der Bundesrepublik salonfähig geworden. Hass und Gewalt auch – sofern dies von linksaußen ausgeht und sich gegen „böse Rechte“ wendet. Dann ist man nämlich ein Bürger dritter Klasse und steht sogar noch hinter den Nichtbürgern im Land auf der untersten sozialen Stufe.

Klar ist: Gewalt sollte in einer zivilisierten Gesellschaft nur die allerletzte, ultimative Lösung sein und kein Normalzustand. Dabei ist es egal, ob es sich um politisch, religiös oder sonstwie motivierte Gewalt handelt. Linker Hass ist nicht besser als rechter Hass oder religiöser Hass, da durch ihn ebenfalls Menschen zu Schaden kommen. Doch gerade das öffentlich beworbene und gelobte Konzert in Chemnitz zeigt, dass man dies im Establishment der Bundesrepublik offenbar anders sieht.

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