Maas: Deutsche im Kampf gegen Rassismus zu bequem

Heiko Maas, der sich gerne als Orwell’scher Wahrheitsminister aufspielt, wirft den Deutschen vor, im Kampf gegen Rassismus und bei der Verteidigung der Demokratie zu bequem zu sein.

Von Michael Steiner

Bundesaußenminister und Ex-Bundesjustizminister Heiko Maas attackiert die deutsche Bevölkerung scharf. Sie seien zu bequem, wenn es die Bekämpfung von Rassismus und die Verteidigung der Demokratie beträfe. „Meine Generation hat Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie geschenkt bekommen. Wir mussten das nicht erkämpfen, nehmen es teilweise als zu selbstverständlich wahr. Es hat sich in unserer Gesellschaft leider eine Bequemlichkeit breit gemacht, die wir überwinden müssen“, sagte der Sozialdemokrat der „Bild am Sonntag“.

Dabei war er doch jener Justizminister, der mit dem „NetzDG“ und weiteren Maßnahmen den ohnehin schon lädierten Rechtsstaat noch weiter beschädigte und die ganzen Jahre über einen Feldzug gegen die Meinungs- und Pressefreiheit führte. Wenn er sich nun darüber beschwert, dass „auf unseren Straßen heute wieder der Hitlergruß gezeigt wird“, sollte er nicht vergessen, dass es den V-Männern des Verfassungsschutzes erlaubt ist, diesen straffrei in der Öffentlichkeit zu zeigen. Dies dürfte wohl auch in Chemnitz der Fall gewesen sein.

„Wir müssen uns den Rechtsextremen entgegenstellen. Wir dürfen uns nicht wegducken. Wir müssen Gesicht zeigen gegen Neonazis und Antisemiten. Nur dann werden fremdenfeindliche Untaten das Ansehen Deutschlands nicht nachhaltig beschädigen.“ Er fordert weiter: „Wenn die Anständigen schweigen, wirken die Rassisten viel lauter. Wir alle müssen der Welt zeigen, dass wir Demokraten die Mehrheit und die Rassisten eine Minderheit sind. Die schweigende Mehrheit muss endlich lauter werden“, so Maas. Ob dies die Rassisten und Deutschenfeinde unter den Migranten auch angeht, sagte er nicht.

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Wenn im eigenen Verwandten- oder Bekanntenkreis rassistische Äußerungen fallen würden, rät Maas dazu, mit der Warum-Frage zu reagieren: „Meine Erfahrung ist, dass es wenig bringt, Menschen sofort auszugrenzen. Es ist sogar kontraproduktiv. Ich stelle dann meist eine ganz simple Frage: Warum sagst du das? Wenn jemand seine Ängste artikulieren kann, dann ist das ein Schlüssel dazu, sie entkräften zu können. Nicht alle, aber die meisten Menschen erreicht man, wenn man über die Fakten redet.“

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4 Kommentare

  1. Da hat er recht, “ …………..die schweigende Mehrheit muss endlich lauter werden………..“. Nur, ob das zu einem von ihm gewünschten Ergebnis führen wird, wage ich zu bezweifeln.
    Die in den Medien vielzitierten „Hetzjagden“ finden tatsächlich statt, es sind genau diese Medien, die, die Realität verdrehend, Hetzjagd auf sog. Rechtsextreme machen und sich dabei auf Bilder einiger von Geheimdiensten und/oder NGO’s in die Szenerie geschickter (vom Staat bezahlter? ) Aktivisten stützen.

  2. Die schweigende Mehrheit kollaboriert aber nicht mit Nazis und Faschos, wie er es in der Ukraine tut. Und die schweigende Mehrheit war auch nicht gegen eine weitere Einschränkung der Meinungsfreiheit, wie er sie betrieben hat. Dieser Tp sollte sich vielleicht besser vor der schweigenden Mehrheit in Acht nehmen.

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