Getränkehändler in Afrika.

In vielen Weltgegenden gibt es kein Trinkwasser aus der Leitung. Doch das Flaschenwasser ist teilweise fast gleich teuer wie gezuckerte Softdrinks.

Von Marco Maier

Wo man in den ärmeren Ländern auch hinblickt: Softdrinks wie jene von Coca-Cola oder Pepsi sind oftmals nicht wirklich viel teurer als Wasser. Als jenes Wasser, welches nicht selten in Flaschen oder Kanistern gekauft werden muss, weil jenes aus den Leitungen (sofern welche vorhanden sind) zumeist keine Trinkwasserqualität hat und höchstens zum kochen oder waschen verwendet wird.

Die Marketingindustrie hat bei diesen Menschen, denen es oftmals auch an elementarer Allgemeinbildung mangelt, weil die Herrschenden aus Politik, Establishment und Religion gar kein Interesse an gebildeten Bürgern haben, ein leichtes Spiel. Die bunte Werbewelt im TV lässt die Menschen alles glauben, was dort gezeigt wird. Wer kann es ihnen auch verübeln, werden sie doch von den eigenen Eliten dumm und arm gehalten.

Egal ob in Mexiko (wie in diesem Artikel der „New York Times“ beschrieben) oder eben auch auf den Philippinen (wo ich dies beinahe tagtäglich sehe) gelten Coca-Cola, Pepsi & Co entweder als „etwas Besonderes“, oder sind einfach leichter verfügbar als Trinkwasser. Wer nur ein paar Peso in der Tasche hat und vor einem der vielen kleinen Läden steht, die gerade in den ärmeren Ländern noch das Straßenbild prägen, wird auch eher zu einer Cola greifen als zu einer Flasche Wasser. Auch wenn die Softdrinks (entgegen der Werbung) kaum dazu geeignet sind, den Durst wirklich zu löschen.

Das Ergebnis dieser fatalen Entwicklung: Fehl- und Mangelernährung, Nierenprobleme, Diabetes und Übergewicht. Auch die regionale Ausbeutung von Grundwasserreserven durch die Getränkehersteller ist ein Problem, dem sich gerade die Menschen in der Nähe dieser Fabriken stellen müssen, während jährlich Milliarden an Dollar an Renditen und Lizenzgebühren an die Zentralen der Konzerne fließen, die natürlich kein Interesse an einer funktionierenden und brauchbaren Trinkwasserversorgung haben, welche nur deren Gewinne schmälern würden.

3 KOMMENTARE

  1. Die USA schicken einen Zerstörer, sagt ein anderer Contra-Artikel. Coca-Cola ist auch ein Zerstörer. Vielleicht der Schlimmere wegen der Zusammensetzung. Gewiss der Schlimmere, weil er den anderen, militärischen Zerstörer finanzieren hilft.

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