Japanische Soldaten der 15. Brigade. Bild: Flickr / DVIDSHUB CC-BY 2.0

Der Grenzkonflikt im Meer zwischen Japan und China verschärft sich. Tokio will nun stärker aufrüsten und sich gleitende Hyperschallbomben zulegen. Wann kommt es zur militärischen Auseinandersetzung?

Von Marco Maier

Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass die chinesische Volksbefreiungsarmee (PLA) eine militärische Krise auf See zwischen China und Japan aufziehen sieht. Immerhin gibt es zwischen den beiden Ländern Differenzen hinsichtlich der Seegrenze und einigen Inseln in der Region.

Der interne Bericht, verfasst von zwei chinesischen Militärs am Marine-Militärforschungsinstitut und an der Dalian Marineakademie, deutete an, dass die Wahrscheinlichkeit einer bedeutenden militärischen Krise auf See zwischen beiden Ländern aufgrund von Streitigkeiten über Inseln im Ostchinesischen Meer schnell zunimmt. Insbesondere die japanischen Senkakus-Inseln, die auch von China beansprucht werden, wo die Landmassen als Diaoyu bekannt sind, und Taiwan, das sie Tiaoyutai nennt.

„Die Diaoyu besitzen eindeutig einen wirtschaftlichen und souveränen Wert, aber ihre militärische Bedeutung ist noch deutlicher“, heißt es in dem Bericht der PLA. „Ihre Lage ist strategisch wichtig, wenn wir uns dafür entscheiden, Taiwan gewaltsam zu übernehmen. Es ist auch wichtig im Wettbewerb mit Japan um maritime Rechte.“

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Nur kurze Zeit später teilte das japanische Verteidigungsministerium mit, man wolle gleitende Hyperschallbomben finanzieren, um so die äußeren Inseln von feindlichen Kräften (also China) zu verteidigen. Man habe dafür bereits Finanzmittel bereitgestellt und werde auch im kommenden Jahr 13,8 Milliarden Yen (rund 104 Millionen Euro) dafür beantragen.

Die Geschwindigkeit und der steile Anflugwinkel des Gleiters könnten einige Raketenabwehrsysteme überflüssig machen. Diese Waffe ähnelt jenen Hyperschallgleitern, den China, Russland und die USA derzeit in separaten Verteidigungsprogrammen testen.

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