"Stop Coal"-Schriftzug beim Hambacher Forst. Bild: Flickr / Infoletta Hambach CC BY-SA 2.0

In den Städten sollen Dieselfahrverbote gelten, gleichzeitig darf der Hambacher Forst abgeholzt werden, damit RWE Braunkohle fördern kann. Echt jetzt?

Von Marco Maier

Egal ob man nun an den „menschgemachten Klimawandel“ glaubt oder nicht, in Deutschland wird stets mit Umwelt- und Klimaschutz argumentiert, wenn es um Energie & Co geht. Das Ergebnis: In immer mehr Städten werden – trotz diverser Studien, welche die Sinnlosigkeit solcher Maßnahmen bestätigen – beispielsweise Dieselfahrverbote eingeführt. Auch sonst werden in Sachen Luftreinhaltung immer wieder Auflagen und Grenzwerte verschärft.

Doch was passiert dann? Der Hambacher Forst. Ein Areal, in dem der Energiegigant RWE Braunkohle abbauen will und dafür die Wälder dort abholzen lassen möchte, was natürlich in weiten Teilen der Bevölkerung auf Widerstand stößt. Nicht etwa deshalb, weil alles „Grüne“ wären, sondern weil es sich um ein uraltes Stück Waldland handelt, welches nun für den Abbau von Kohle geopfert werden soll – und das völlig unnötig.

Wie sich das mit der offiziellen Linie des Klimaschutzes der deutschen Politik vereinbaren lässt, ist wohl zudem eine berechtigte Frage. Aber scheinbar spielt hier die Energie- bzw. Kohlelobby eine große Rolle, wie zuvor jene der Automobilindustrie, die jedoch nun offenbar geopfert werden soll. Auf jeden Fall wirft dies doch ein schiefes Licht auf die deutsche Politik.

1 KOMMENTAR

  1. Da hilft vieleicht der BUND – Wolfsstreifgebiet.
    Andererseits im Osten. Bei der Braunkohle kam dieser Gebiets- und Schafefresser noch nicht vor.

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