CDU-Fahnen - Bild: CDU

In der Union werden Stimmen laut, die einen anderen Umgang mit den AfD-Wählern einfordern, um diese zurückzugewinnen. Immerhin seien viele ehemalige Unionswähler dabei.

Von Michael Steiner

Offenbar sieht man innerhalb der Union nun die Felle der Partei wegschwimmen, zumal die Alternative für Deutschland in den Umfragen weiterhin stark bleibt und auch bei den kommenden Landtagswahlen starke Ergebnisse einfahren wird, was auch die Bildung von Koalitionen erschwert. Deshalb fordert der stellvertretende Vorsitzende der Union-Bundestagsfraktion, Ralph Brinkhaus, nun eine Strategieänderung gegenüber den AfD-Wählern.

„Die Protestwähler kommen auch aus der Mitte der Gesellschaft, auch aus der CDU-Wählerschaft. Wir müssen einen neuen Anlauf nehmen, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen“, sagte Brinkhaus der „Welt am Sonntag“. Werte dürfte die Union nicht preisgeben, aber man müsse ihnen zeigen: „Wir wollen euch nicht verurteilen, sondern eure Meinung ist uns wichtig“, so Brinkhaus, der sich damit gegen die Linie von Fraktionsvorsitzenden Volker Kauder stellt, der einen härteren Kurs gegen die AfD-Wähler einforderte.

Innerhalb der Union ist der Kurs bezüglich der AfD-Wähler umstritten. Immerhin wankt derzeit auch die GroKo ein wenig, da sich die Sozialdemokraten vernachlässigt fühlen und die Frage nach der Sinnhaftigkeit eines weiteren Verbleibs in der Regierung immer öfter gestellt wird. Einzig der Umstand, dass die Umfragen derzeit ein desaströses Ergebnis für die SPD erwarten lässt, sorgt dafür, dass es (noch) zu keinem Aufstand gekommen ist.

Doch für die Union bleibt es dennoch eine harte Nummer, Teile der AfD-Wählerschaft wieder zurück zu gewinnen. In den letzten Jahren haben CDU und CSU so viel an Glaubwürdigkeit verspielt, dass sie für nicht wenige konservative Menschen einfach unwählbar wurden. Und wenn ein Brinkhaus nun davon spricht, die Meinungen dieser Menschen hören zu wollen, stellt man sich die Frage: Wozu? Um dann weiterhin eine völlig weltfremde Politik fortzuführen, welche erst zur Entstehung und Erstarkung der AfD führte?

3 KOMMENTARE

  1. „Wir wollen Euch nicht verurteilen……..“ – das ist bereits geschehen —–> das sind doch „Rechtsradikale und Rechtsextreme“. Brinkhaus, Euch schwimmen die Felle weg und nachdem die „Sozis“ zur Pöbelei-Strategie übergegangen ist, versucht Ihr es jetzt mit einschleimen. „…….Eure Meinung ist uns wichtig.“ Was für ein Schmarren.
    P.S. Ich traf vor Tagen einen alten Bekannten, einer der auch die Seiten gewechselt hat und was ich von dem zu hören bekam, hat mich überrascht. Zitat: „Wenn ich nur etwas mehr Mut hätte, würde ich einen LKW voll Sprengstoff ins Kanzleramt fahren“ – Soviel zur Meinung eines langjährigen Ex-CDU-Wählers.

  2. Dass was in den letzten Monaten geschah und nicht erst seit Chemnitz ist ein offener, brutaler, diffamierender, verleumderischer Kampf gegen die AFD, ihre Mitglieder und Wähler.

    Er wurde von allen Parteien geführt, auch von den Grüppchen, die sich nach den Landtagswahlen aus Eigennutz von der AfD abgespalten haben und an vorderster Front die MSM in allen Bereichen – Fernsehen, Rundfunk, Printmedien und Internet.

    Anheizer waren dabei immer wieder die Kanzlerin, Regierungssprecher und Funktionäre aller Schattierungen.

    Die Wirtschaft, ja alle Arbeitgeber wurde aufgestachelt gegen AfD Sympathisanten, bis zur Entlassung, vorzugehen.

    Nun also plötzlich eine Rückgewinnung von AfD-Wählern. Das ist nicht neu, das hat bereits Sahra Wagenknecht gesagt und parallel wurden die Aktionen der linksrotgrünen ANTIFA gegen AfD-Anhänger immer terroristischer.

    Genau genommen ist das eine weitere, bewusste Eskalation, die von der CDU angestrebt wird.

    Mit Chemnitz und Köthen haben alle, wirklich alle etablierten Parteien und die MSM den Point of no Return überschritten. Alles was jetzt noch kommt kann nur als psychologische Kriegsführung gegen das eigene Volk verstanden werden.

  3. Jetzt sollte die Union nur noch erklären, wie sie das anstellen will, mit Merkel und Seehofer können sie bei dieser abhanden gekommenen Klientel keinen Blumentopf mehr gewinnen und wenn sie mit Abtrünnigen der AFD verhandeln erreichen sie noch weit weniger und deshalb ist die Ankündigung ein einziges Klagelied, ohne konkrete und zielorientierte Strategie, denn das ist vergleichbar mit einem vergraulten Kunden, den wieder zurückzuholen ist extrem schwierig und das gelingt in den meisten Fällen nur noch mit Nachlaß oder völlig anderer Firmenkultur und da dürften sie mit Merkel noch weit weg sein um dieses Ziel zu erreichen.

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