Recep Tayyip Erdogan. Bild: Flickr / World Humanitarian Summit CC BY-ND 2.0

In den letzten Jahren wandte sich die Türkei unter Recep Tayyip Erdoğan zunehmend vom Westen ab und suchte sich neue Partner. Wird nun ein Wirtschafts- und Finanzkrieg gegen das Land geführt?

Ein Gastbeitrag von Ali Karataş

Die Türkei, ein Land zwischen Ost und West, in einem schon seit Jahrtausenden immer wieder heftig umkämpften strategisch wichtigen Gebiet, hat wie jedes andere Land der Welt eine eigene Sicherheitsstrategie und -politik. Auch wenn der Republikgründer Mustafa Kemal Atatürk das Land auf einen strikten Westkurs schickte, was auch mit der Einführung lateinischer Buchstaben anstatt der arabischen Schrift und einer laizistischen Verfassung einherging, so blieben die Türken doch weitestgehend ein orientalisches muslimisches Volk, welches sich unter diesem von oben verordneten Korsett nicht wirklich wohlfühlte.

Kein Wunder also, dass Recep Tayyip Erdoğan und dessen islamisch-konservative AKP schlussendlich so viel Zuspruch erhielten, als die Wähler des Landes die Möglichkeit dazu hatten, dieses Korsett aufzubrechen. Die interventionistische Wirtschaftspolitik der neuen Regierung und die umfangreichen Investitionsprogramme sorgten zudem zusätzlich für die Popularität Erdoğans bei den Türken, zumal die Wirtschaft wuchs und damit auch der allgemeine Wohlstand der Bevölkerung.

Doch dieser beginnt langsam zu bröckeln. Die türkische Lira schwächelt stark und erreichte gegenüber dem US-Dollar bereits ein Allzeit-Tief. Inzwischen müssen schon gut fünf Lira für einen Dollar bezahlt werden, was der stark von Importen abhängigen Wirtschaft schadet und die Inflation anheizt. Auch die vielen Inhaber von zinsgünstigen Fremdwährungskrediten (in Dollar oder Euro) leiden darunter. Wirtschaftliche Gründe hat die Lira-Schwäche jedoch eigentlich nicht, zumal die türkische Wirtschaft robust ist und wächst.

Inzwischen fragt man sich, ob es sich nicht (auch) um eine gezielten Angriff der finanzstarken Elite der Vereinigten Staaten und deren Verbündeten handelt, um so einen wirtschaftlichen und finanziellen Zusammenbruch der Türkei zu provozieren, damit sich das türkische Volk gegen Präsident Erdoğan und die AKP-MHP-Regierung stellt und ihn stürzt, damit dann ein Agent der City of London – wie es Mustafa Kemal Atatürk war – seinen Platz einnehmen kann und die Türkei wieder auf den "rechten Weg" bringt. Also weg von China, Russland und dem Iran, hin zu den USA, Großbritannien und der EU. Eine "Verschwörungstheorie"? Vielleicht. Aber in der internationalen Politik gibt es keine Zufälle.

10 KOMMENTARE

  1. Inflationsrate über 15%, Abwertung der landeseigenen Währung ( 30%), aber durch das Bestätigen von Erdogans AKP das "von oben verordnete Korsett gesprengt".  Man begibt sich in der Türkei lieber in das von "ganz oben verordnete Korsett" -oder wie darf ich den Autor verstehen?                                                                                                                                                                                 Fakt ist doch, das die Türkei ,  zumindest seit sie NATO-Mitglied ist, am Tropf des Westens hängt. So ganz nebenbei profitiert sie auch von den Türken, die seit den 60er Jahren in Millionenzahl die BRD bevölkern und Milliarden an die Angehörigen zuhause überweisen. Und – wie kann es anders sein, bevor auf dem internationalen Kapitalmarkt das Gerede von INSOLVENZ zu laut wird (geredet wird ja schon), besucht der Staatsmann E. das präfaschistische Deutschland ( O-Ton Erdogan).

  2. Der Verfasser nennt Atatürk als Spion/Agent des Westens??? Der Atatürk wollte die Zivilisation wie im Westen und weg von den Barbaren. Letztendlich hat Atatürk gegen England Und Frankreich Krieg geführt. Die nach Atatürk kamen, so in  den fünfzigern …wendeten sich VON Russland, China ab… und waren unter Amerikas (USA) Kontrolle. Das hätte Atatürk nie und niemals gewollt, denn Atatürk wollte immer einen souveränen Staat haben. Aber, leider, die nach Atatürk kamen, taten so, als ob sie Atatürks Ideologie folgen würden, aber letztendlich den Amerikanern dienten. Wer ist der Verfasser dieses Textes? AKP nacher Journalist? 

  3. raus raus raus…!

    geht dahin wo ihr hergekrochen kamt, dort könnt ihr euren mullahs radschas propheten oder wie immer auch ihr das nennt, die stiefel lecken.angeblich hat allah alles verboten,,,radios, musik, wein weib und gesang, nur versteh ich nicht warum ihr dann autos fahrt flugzeug fliegt und mit automatischen waffen tötet.wenn ihr wahre gläubige muslime wärt, würdet ihr auf kamele reiten, und eure dschihadisten würden noch wahre handarbeit mit macheten nachgehen.ihr seid heuchler

    • Denn, er weiß nicht was er sagt; Glauben scheint der Nörgler nicht zu haben, sonnst würde er respect zollen. Im Mittelalter hätten Gotteskrieger diesen Mann in den Scheiterhaufen geschmissen. Als Messdiener hat er wahrscheinlich mit Erlaubnis des Vatikans den Geislichen alles andere lecken müssen als nur den Stiefel. Integriert scheint er auch nicht sein, sonnst würde er der Verfassung folgen. Weiter bellen, nicht nörgeln

        • und was das glauben betrifft,alle scheisse dieser welt wird vom glauben produziert, und das wissen ignoriert, man siehts an dir, hexenfire

  4. Mustafa Kemal, genannt Atatürk zum Islam und Mohammend, Zitat

    “Seit über fünf Jahrhunderten haben die Regeln und Theorien eines alten Araberscheichs und die unsinnigen Auslegungen von Generationen schmutziger und unwissender Pfaffen in der Türkei (bzw. Osmanisches Reich) sämtliche Einzelheiten des Zivil- und Strafrechts festgelegt.

    Sie haben die Form der Verfassung, die geringsten Handlungen und Gesten im Leben eines jeden Bürgers festgesetzt, seine Nahrung, die Stunden für Wachen und Schlafen, den Schnitt seiner Kleidung, was er in der Schule lernt, seine Sitten und Gewohnheiten und selbst die intimsten Gedanken.

    Der Islam die absurde Gotteslehre eines unmoralischen Beduinen (gemeint ist der islamische Prophet Mohammed), ist ein verwesender Kadaver, der unser Leben vergiftet. Er ist nichts anderes als eine entwürdigende und tote Sache.”

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