Auf einer UN-Konferenz warnten US-Regierungsvertreter vor russischen Weltraumwaffen. Die Entwicklungen seien „beunruhigend.“

Von Marco Maier

US-Beamte auf einer UN-Konferenz äußerten „tiefen Argwohn“ gegenüber Russland für dessen Fortschritt bei der Entwicklung von „Weltraumwaffen“. Der stellvertretende Außenminister Yleem Poblete nannte Russlands Entwicklungen „beunruhigend“. Und das, obwohl Russland (und China) einige Satelliten mit Lasern ausrüsten, um so den Weltraummüll zu verkleinern, der den eigenen (und anderen) Satelliten unter Umständen gefährlich werden könnte.

Russische Beamte wiesen die Behauptungen als „unbegründet und verleumderisch“ zurück und sagten, dass sie ein neues Wettrüsten im Weltraum vermeiden wollen. US-Beamte sagen, ein neuer russischer Satellit sei „abnormal“ und sie behaupten, dies sei ein Beweis für Waffen. Dabei ist es doch Präsident Trump, der seine eigene „Star Wars“-Flotte aufbauen will, obwohl die internationalen Verträge eine Militarisierung des Weltraums verbieten.

Was will Washington damit erreichen? Soll der US-Kongress dazu überredet werden, nun doch unzählige Milliarden Dollar für ein „Space Force“-Programm zu gewähren, und das, obwohl die NASA (seit vielen Jahren) noch nicht einmal in der Lage ist, ohne russische Raketenmotoren überhaupt auch nur einen einzigen Satelliten in die Erdumlaufbahn zu transportieren?

Offenbar gilt die Panikmache vor einer angeblichen Aufrüstung im Weltraum nur der Stärkung des Militärisch-Industriellen Komplexes, der seit der Amtsübernahme von Donald Trump und der Durchsetzung seiner Administration mit Militärs ohnehin schon wieder deutlich an Macht hinzugewann (während der Deep State der Geheimdienste Federn lassen musste). Sollte dies fruchten, wären zusätzliche Milliarden für eine Aufrüstung im Weltraum durchaus möglich – und die Aktionäre der großen Rüstungskonzerne würden sich über den warmen Geldregen aus Steuer- und Zentralbankgeldern freuen.

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