Tropenkrankheiten: Gibt es in Deutschland bald Fleckfieber-Ausbrüche?

Mit Tropenkrankheiten infizierte Zecken breiten sich in Deutschland aus. Das könnte zu Ausbrüchen von Fleckfieber, Krim-Kongo-Hämorrhagisches Fieber und Arabisch-Hämorrhagisches Fieber führen.

Von Marco Maier

Während mit dem Zustrom von Menschen aus Afrika und dem Nahen Osten eigentlich in Europa längst ausgerottete Krankheiten wie die Tuberkulose oder die Krätze erneut Einzug halten, bringt der Klimawandel auch andere Infektionskrankheiten nach Deutschland und Europa. Krankheiten, die es hier klimatisch bedingt eigentlich nicht gibt und höchstens von Urlaubern aus tropischen Regionen mitgeschleppt wurden.

Wie das Wissensmagazin „scinexx“ berichtet, haben Forscher in Deutschland erstmals eine Zecke gefunden, die mit einer Tropenkrankheit infiziert war. Die in Mitteleuropa nicht heimische Zecke trug demnach Bakterien in sich, die ein tropisches Fleckfieber verursachen. Aber auch andere tropische Krankheiten können von den aus dem Süden zugewanderten Blutsaugern übertragen werden.

Laut dem Magazin hatten Wissenschaftler bereits Anfang dieses Jahres sechs Zecken auf von aus Afrika zurückkehrenden Zugvögeln gefunden, die mit dem Alkhurma-Virus infiziert waren. Nimmt man nun auch noch die Ausbreitung von jenen Zeckenarten her, die wärmeliebend sind und eigentlich im Mittelmeerraum heimisch sind, wird klar: Da kommt etwas auf die Deutschen zu.

So schreibt das Magazin: „Diese tropischen Arten gelten als wichtige Überträger gleich mehrerer gefährlicher Infektionskrankheiten. Zu diesen gehört das Krim-Kongo-Hämorrhagische Fieber, das Arabisch-Hämorrhagischen Fiebers und eine tropische Form des Zecken-Fleckfiebers. Daneben sind sie wichtige Überträger tropischer Erkrankungen der Nutztiere.“ Darunter eben jetzt auch das Bakterium Rickettsia aeschlimannii, welches das Zecken-Fleckfieber verursacht und mit juckenden Hautausschlägen und Fieber einhergeht.

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3 Kommentare

  1. Jawohl Herr Maier, „aus dem Süden zugewanderte Blutsauger“ – auch wenn ich sie möglicherweise falsch interpretiere, aber das trifft`s. Was ich allerdings sehr in Frage stelle, – “ 6 Zecken auf von aus Afrika zurückkehrenden Zugvögeln gefunden, die mit dem Alkhurma-Virus infiziert waren“. Da hat das „Wissensmagazin“ abgekupfert, etwas übernommen, was sich nicht be- bzw. nachweisen lässt.

  2. Vielleicht die ersten Anzeichen einer biologischen Kriegsführung? Die Nato ist für jeden Scheißdreck empfänglich auch gegen die eigene Bevölkerung. Siehe Vietnam mit „Agent-Orange“. Die Soldaten wurden nicht über den Kampfstoff informiert. Nein man schickte sie während der Berieselung locker ohne Scham in den Dschungel. Vielleicht ist eine Art Gefügigkeitsmanöver?

  3. Wir wollen hoffen, das es bei diesen 6 Zecken bleibt. Erschreckend finde ich, das hier längst ausgerottete Krankheiten, wie die Krätze oder TBC, wieder da sind. Aber ich glaube, so wirklich kann jeder einzelne nichts dagegen unternehmen. Die Globalisierung läßt sich wahrscheinlich nicht aufhalten. Gut das wir nicht wissen, was uns sonst noch so alles bevorsteht.

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