Syrien: Briten streichen Islamisten die Geldmittel

Die von westlichen Politikern und Medien gerne als „moderate Rebellen“ verniedlichten Islamisten in Syrien bekommen weniger Geld. Die britische Regierung beendet ihre Finanzhilfen.

Von Marco Maier

Während die syrischen Regierungstruppen mit Hilfe der Russen und Iraner immer größere Teile des Landes befreien und von islamistischen Milizen säubern können, ziehen sich diese Dschihadisten immer weiter zurück. Doch nicht nur militärisch ist die Niederlage gewiss – auch finanziell sieht es für die Halsabschneider nicht gut aus.

So berichtet beispielsweise CNN darüber, dass sich die syrischen und russischen Militärs der „letzten Rebellenhochburg“ in Syrien nähern, wobei man es allerdings typischerweise verabsäumt zu erwähnen, dass es sich hierbei um die neueste Inkarnation von Al-Kaida handelt, die dort aktiv ist – nämlich die Hay’at Tahrir al-Sham. Immerhin handelt es sich hierbei um eine sehr unwichtige Information, die man den Zuschauern vorenthalten darf, oder?

Aber nun wo die sunnitischen Dschihadisten (die vor allem deshalb vom Westen unterstützt werden, um einen möglichen „schiitischen Halbmond“ zu verhindern) vor der Zerschlagung stehen, darf man davon ausgehen, dass die westlichen Medien wieder von Angriffen auf „das letzte Krankenhaus“, „der letzten Schule“ und dergleichen berichten werden, wie dies schon einmal bei der Befreiung Aleppos im Jahr 2016 geschah. Dass es wahrscheinlich gar nicht so weit gekommen wäre, wenn die westlichen und die arabischen Regierungen diese Halsabschneider und Kindermörder nicht massiv unterstützt hätten, spielt in der westlichen medialen Berichterstattung keine Rolle.

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Doch genau diese Unterstützung durch die westlichen Regierungen beginnt langsam zu versiegen. So schreibt der „Guardian„:

„Die britische Regierung soll die Finanzierung für ein Programm zur Unterstützung der syrischen Opposition beenden, da die Programme jetzt zu riskant sind, um durchgeführt zu werden, da die letzten von Rebellen kontrollierten Gebiete von Baschar al-Assads Truppen unmittelbar bedroht werden…

Während die humanitäre Hilfe fortgesetzt wird, ist die Beendigung dieses Regierungsprogramms sehr symbolhaft, was darauf hindeutet, dass Großbritannien akzeptiert hat, dass die syrische Opposition, die sie seit den Anfängen des Bürgerkriegs 2012 bis 2013 unterstützt hat, von einer Kombination von Kräften des syrischen Regimes und russischen Luftangriffen bald schon besiegt wird.“

Am Montag bestätigte ein Sprecher der britischen Regierung Folgendes: „Da die Situation in einigen Regionen immer schwieriger wird, haben wir die Unterstützung für einige unserer nicht-humanitären Programme reduziert, liefern aber weiterhin wichtige Unterstützung, um denjenigen zu helfen, die am dringendsten Hilfe benötigen um die Sicherheit und Stabilität im Land zu verbessern“, so Reuters.

Dies bedeutet im Wesentlichen, dass das Vereinigte Königreichschließlich zugibt, dass seine Seite verloren hat – obwohl wir beachten sollten, dass seine „humanitäre Finanzierung“ weiterhin zu kontroversen Gruppen wie den „Weißen Helmen“ fließen wird, die seit langem nachweislich mit Al-Qaida zusammenarbeiten.

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