Flagge Südkoreas. Bild: Flickr / dion gillard CC BY 2.0

Angesichts der wachsenden illegalen Zuwanderung protestieren immer mehr Menschen in Südkorea dagegen. Vor allem muslimische Immigranten sind in dem asiatischen Land unerwünscht.

Von Michael Steiner

Anfang Juli demonstrierten hunderte Südkoreaner vor dem Rathaus in der Hauptstadt Seoul mit Schildern, auf denen z.B. "Nehmt zuerst Koreaner, dann Flüchtlinge" stand. Damit protestierten sie gegen die Politik der Provinzadministration von Jeju Island, welche deren Ansicht nach dafür verantwortlich sei, dass das Land mit "falschen Flüchtlingen" geflutet werden. Andere Schilder waren mit "Koreaner zuerst!", "Wir wollen Sicherheit!" und "Für wen ist dieses Land?" beschriftet.

In einer Petition auf der Webseite des "Blauen Hauses", also dem Präsidentenpalast Südkoreas, fordern die Organisatoren Ähnliches. Sie wurde bereits von mehr als 600.000 Südkoreanern unterzeichnet, während alleine auf der Inselprovinz selbst ein Aufruf mit demselben Thema ganze 250.000 Unterschriften verzeichnet. Eine doch ordentliche Anzahl für das Land.

Mit Stand Ende April 2017 erreichte die Zahl der illegalen Immigranten in Südkorea die Zahl von 220.510 Personen, was insgesamt 10,8 Prozent aller Ausländer in dem ostasiatischen Land ausmacht. Mittlerweile kamen Zehntausende hinzu. Für ein jahrhundertelang mehr oder wenig homogenes Volk, welches schon japanische und chinesische Fremdherrschaften abwehren musste und in dem aufgrund der Religion (ähnlich wie in Japan) auch Mischlinge unerwünscht sind, ist dies eine hohe Zahl.

Doch als nun vor einiger Zeit eine größere Gruppe von jemenitischen Flüchtlingen Südkorea erreichte, welche vor dem mörderischen Krieg (und vor den Kriegsverbrechen der Saudis und der Truppen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten), sowie dem Hunger durch die Seeblockade der Saudis flohen, machte sich auch die Angst vor islamistischen Selbstmordattentätern in Südkorea breit. Hat man doch in den Medien oft genug gesehen, wie gerade in Europa als Flüchtlinge getarnte Islamisten hunderte Menschen töteten und verletzten. Umso größer ist auch die Ablehnung der Muslime in der südkoreanischen Bevölkerung, die weitestgehend buddhistisch ist.

3 KOMMENTARE

  1. Tja… immer diese Rückwertsgewandten, tztztz. Das sind dann keine Dunkeldeutschen, sondern Dunkelkoreaner. Sachen gibt's!

    Oder ist es vielleicht doch so, dass muslimische Immigation für die ansässige Bevölkerung ein prinzipielles Problem darstellt. Wenn ja, sollte man dem dann mal objektiv und unbefangen auf den Grund gehen. Dazu müssten dann aber mal ein paar Ideologische Scheuklappen abgeworfen werden, und der danach folgende Realitätsschock kann für manche wirklich schlimm ausfallen.

    • Tja, das Problem früh erkennen und im vornherein schon abwehren. Wer schon mal in Südkorea war und weiß wie die Bevölkerung tickt, kann erahnen wie es wird wenn muslimische Migranten sich immer mehr dort breit machen im laufe der Jahre. Siehe Europa. Wenn ich nur dran denke, europäische Bedingungen in Japan z.B.. So ein nettes Volk würde völlig unterwandert werden, schneller wie Europa. Ich kann nur hoffen das die Koreaner Haltung bewahren und es garnicht erst so weit kommen lassen. 

      Solange es wenige sind ist es kein Problem, sind es aber irgendwann viele, ist es ein Problem. Siehe Europa

  2. Die meisten Südkoreaner sind Christen (mehrheitlich evangelische Protestanten), und nicht Buddhisten: Nach folgender Reihenfolge siht die religiöse Zugehörigkeit aus 1.Christen 2. Buddhisten 3. Konfuzianer und kaum Moslems.

    Ja ein schwieriges Thema. Wären die Flüchtlinge in Südkorea "Christen" wäre die Akzeptanz der Südkoreaner nicht so abweisend. Und da es in Südkorea kein soziales Abfangnetz existiert wie in Deutschland ist die Vorstellung mit südkoreanischen Staatsgeldern die Flüchtlinge zu finanzieren absolut ein "Nogo" für die Mehrheit.

    Es wäre so, als wenn die "Flüchtlinge" und "Asylanten" in Deutschland noch viel mehr Unterstützung bekämen als die "Hartz-4er in Deutschland".
    In Deutschland würde es einen "Volksaufstand" gegen moslemische Flüchtlinge geben. 
    Und so ähnlich mußt man die Sutuation in Südkorea vorstellen. 

     

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