SPD bewertet „Spurwechsel“ für nicht Asylberechtigte positiv

Immer mehr SPD-Politiker halten die „Spurwechsel“-Option für integrierte aber nicht asylberechtigte Zuwanderer für eine gute Sache. Ins Rollen gebracht hatte dies der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Günther.

Von Redaktion

Immer mehr Politiker sprechen sich für ein Bleiberecht für jene Migranten, die sich gut integrieren aber keine Chance auf Asyl und dauerhaften Aufenthalt haben. Auch die stellvertretende SPD-Vorsitzende Manuela Schwesig gehört dazu. „In Deutschland haben die Menschen zum Teil den Eindruck, dass die falschen Leute abgeschoben werden. Wir schieben Leute ab, die integriert sind, die in Arbeit sind, deren Kinder längst zur Schule gehen und die sich in Vereinen engagieren“, sagte Schwesig der „Welt“. Andere Migranten, die sich nicht an die Regeln halten, würden nicht abgeschoben, kritisierte die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern.

Kerstin Tack, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, sagte zu dem Vorhaben: „Auf diese Weise schaffen wir mehrere Dinge gleichzeitig: Zum einen können wir dem steigenden Fachkräftebedarf entgegenkommen, weil wir den Zugang zu Arbeit und Ausbildung für Einwanderer erleichtern“, sagte Tack. „Zum anderen haben es Menschen aus anderen Ländern dadurch leichter, sich in Deutschland einzubringen und teilzuhaben.“

Die Vizevorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Eva Högl, fordert allerdings eine Stichtagsregelung ein, um so ausschließlich jene Menschen zu berücksichtigen, „die bereits in Deutschland leben.“ Auch das stößt bei Schwesig auf Zustimmung. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hatte nämlich vorgeschlagen, dass abgelehnte Asylbewerber mit einer abgeschlossenen Ausbildung vom Asyl- in ein Zuwanderungsverfahren wechseln können. Ein sogenannter „Spurwechsel“ eben.

Spread the love
Lesen Sie auch:  Migrantenkrawalle in Stuttgart: Die linksgrüne Saat geht auf

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Loading...

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.