ARD-Hauptstadtstudio. Bild: Flickr / Jacob Bøtter CC BY 2.0

Die Tagesschau kann nicht über alle Morde die in Deutschland geschehen berichten, sagt Moderator Gniffke. Bei heimtückischen Morden und durch Asylbewerber muss darüber berichtet werden, entgegnet Palmer.

Von Redaktion

Der Leiter der Tagesschau, Kai Gniffke, versuchte auf dem Tagesschau-Blog zu Beginn noch zu erklären, warum er sich samt Redaktion dazu entschieden hatten, nicht über den heimtückischen Mord am Mediziner Joachim T. aus Offenburg zu berichten, der von einem somalischen Asylbewerber begangen wurde (es gilt wie immer die Unschuldsvermutung).

Leider begeht Gniffke den Fehler, der immer wieder gerne bei den Öffentlich-Rechtlichen gemacht wird. Das ist genau der Grund warum das Vertrauen der Bevölkerung in das „zwangsfinanzierte“, staatliche Fernsehen schon seit langem auf unter Kellerniveau abgesunken ist: Man versucht sich herauszureden und verstrickt sich gleichzeitig im Erklärungsgewirr.

Gniffke bezieht sich auf Tötungsdelikte:

„Wo die Meinungen auseinander gehen, ist die Frage, ob wir darüber berichten sollten, wenn es sich beim Tatverdächtigen um einen Asylbewerber handelt. Aus meiner Sicht sollten wir das dann tun, wenn Asylbewerber überproportional an Tötungsdelikten beteiligt wären. Das ist, soweit wir es recherchieren können, nicht der Fall. Deshalb haben wir uns gegen die Berichterstattung entschieden.“

Wie wichtig oder unwichtig, ist hier die Frage, welches Delikt durch Asylbewerber begangen wurde? Wird nun bei den verschiedensten Delikten durch die Redaktion immer wieder neu entschieden ob darüber berichtet werden soll, wenn es sich um Asylbewerber, Ausländer oder EU-Ausländer handelt?

Unverdächtige Medien wie z.B. die Welt berichtete am 22.4.2018:

Ein alarmierender Punkt, der nicht verschwiegen werden darf, sondern eine offene Debatte in Politik und Gesellschaft erfordert: Der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger bei Straftaten insgesamt und gerade auch bei Gewaltdelikten ist unverhältnismäßig hoch.

Die Süddeutsche berichtete schon am 2.1.2018, ebenfalls kein Medium, welches als unseriös oder als rechtspopulistisch gilt:

Fast jede achte Gewalttat in dem Land rechnet die Polizei einem Migranten aus einer dieser Gruppen zu. Dabei handelt es sich lediglich um Verdachtsfälle, allerdings um solche, welche die Polizei als aufgeklärt einstuft und als solche an die Staatsanwaltschaften abgibt. Flüchtlinge fallen damit deutlich häufiger als Verdächtige einer Gewalttat auf, als es ihrem Anteil an der Bevölkerung entspricht.

Unendliche Beispiele aus Zeitungen könnte man aufführen, wollen wir aber nicht. Dafür haben wir noch im Faktencheckportal „stimmtdas.org“ über Ausländerkriminalität, bzw Asylbewerberkriminalität: hier wird gerne unterschieden. Gleichwohl es für Deutsche wenig ausmacht, welche Art von ausländischen Verbrechern ihr Unwesen in Deutschland treiben, wird immer wieder versucht, mittels Differenzierung die Zahlen gegen 0 zu drücken:

Damit sind Zugewanderte in der Kriminalstatistik überrepräsentiert: nach Schätzungen des Tagesschau-Faktenfinder (Anm.d.Red.: die Tagesschau hat auch selbst Statistiken ausgewertet) stellen sie insgesamt einen Anteil von knapp 2 Prozent an der Gesamtbevölkerung dar. In einigen Kategorien von Gewaltdelikten war der Anteil von Zugewanderten 2016 sogar noch höher, zum Beispiel bei Vergewaltigung und sexueller Nötigung (2016: 14,9 %), Raub (14,3 %) und Straftaten gegen das Leben (12 %). Die Polizeistatistik scheint also zu belegen, dass Geflüchtete krimineller sind als Deutsche – doch die Zahlen können trügen, warnen selbst die Verfasser der Studien. Die Aussage, dass Flüchtlinge krimineller sein sollen als Deutsche, stimmt teilweise, ist aber vereinfachend.

Das ruft den mittlerweile berühmt gewordenen grünen – aber deswegen nicht minder vernünftigen – Oberbürgermeister von Thübingen, Boris Palmer, auf den Plan. Palmer zählt auf Facebook drei gewichtige Gründe auf, warum die Tagesschau ihre Informationspflicht bei solch widerwärtigen und verabscheuungswürdigen Taten einfach nachkommen muss:

3 KOMMENTARE

  1. …..stellen sie insgesamt einen Anteil von knapp 2 Prozent an der Gesamtbevölkerung dar.
    die Halbe Wahrheit ist eine ganze Lüge! und wer Augen hat der weß das!
    alle die hullahop „eingedeutscht“ wurden, hat man in diese „Statistik“ einfach mal nicht berücksichtigt.
    Menschen die uns als Kartoffeln, Nazi und Köterrasse bezeichnen sind sicher alles stramme deutsch-e, die alle uns und unsere Kultur lieben.
    Selbst kennt man mehr als genug, die nach eigener Aussage NIEMALS ihren Pass abgeben würden und das ist ganz gewiss nicht der, der jedem erstbesten hinterher geworfen wird.
    Vielleicht bezeichnen sich deswegen immer mehr Volkszugehörige dee deutschsprachigen Raumes als Germanen, wer will auch schon eine Staatsangehörigkeit Adjektiv „d e u t s c h“

  2. Es gibt rund 700 Tötungen jedes Jahr. Soll die Tagesschau also jeden Abend vorm Wetter noch einen kleinen Mordbericht einführen? Würde man immer nur über Morde berichten, wenn der Täter Ausländer ist, dann ist das nicht nur diskriminierend, sondern fördert beim durschschnittlichen AfD-Wähler noch den Eindruck, als würden fast nur Ausländer Morde begehen. Dennoch gibt es einen Unterschied zwischen einem deutschen Täter und einem nicht-deutschen: Den deutschen werden wir nicht los, aber alle anderen kann man abschieben, am besten sofort, damit er in seiner Heimat die Strafe absitzen kann, zur Not lockt man seine Heimat mit der Übernahme der (geringeren) Kosten. Unsere Gefängnisse werden so entlastet.

  3. Boris Palmers Argumente klingen zwar vernünftig, sie sind jedoch unsinnig. Die „Aufgabe“ der Tagesschau ist nicht das Erwecken des Schlafmichels. Das muss vielmehr verhindert werden. Deswegen berichtet die Tagesschau nicht. Die Rechtfertigung der Tagesschau, nicht zu berichten, ist ebenso Gelaber wie Palmers vernünftige Argumente. Wenn die Tagesschau vernünftig berichten würde, dann würden die Leute reihenweise aufwachen. Das Aufwachen zu verhindern ist der Top-Job der Mainstreammedien.

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