Die "Admiral Essen" der russischen Schwarzmeerflotte. Bild: © Sputnik / Vasily Batanov

Offenbar gelang es einem russischen Kriegsschiff ein U-Boot der US-Kriegsmarine zu lokalisieren und zu verfolgen. Es handelt sich hierbei wohl um eines der Ohio-Klasse mit über 150 Cruise Missiles an Bord. Eigentlich sollte dieses für das Sonar unsichtbar sein.

Von Marco Maier

Eine große russische Tageszeitung am Freitag enthüllte ein als geheim klassifiziertes Ereignis, bei dem ein russisches Schlachtschiff ein US-Atombomben-U-Boot mit "Stealth" ausfindig machte. Der Vorfall soll im April letzten Jahres stattgefunden haben, kurz bevor die USA, Großbritannien und Frankreich als Reaktion auf den angeblichen chemischen Angriff der Regierung auf Douma massive Angriffe von Luft und See auf Ziele in und um Damaskus starteten.

Die populäre russischsprachige Tageszeitung Izvestia veröffentlichte die Geschichte unter Berufung auf eine Quelle in der russischen Marine. Die historische Zeitung gehörte zwar nicht selbst dem Staat, war aber in der Vergangenheit im Besitz von Gazprom, bevor sie verkauft wurde, und war schon lange eng mit der Regierung verbunden. Derzeit ist es unmöglich, die Behauptungen unabhängig zu überprüfen, aber wenn es wahr ist, wäre es von enormer Bedeutung, da es jüngsten Äußerungen von Pentagon-Beamten folgt, die Alarm schlagen angesichts der rasanten Geschwindigkeit russischer und chinesischer Fortschritte in der Verteidigungstechnologie, einschließlich Hyperschallwaffen.

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Russia Today übersetzte Passagen des Izvestia-Berichts in Englische, worin der Vorfall wie folgt beschrieben wird: "Die Fregatte Admiral Essen der russischen Schwarzmeerflotte schaffte es, eines der U-Boote der Ohio-Klasse ausfindig zu machen, die derzeit bei der US-Marine im Einsatz sind, wie die Zeitung Izvestia am Freitag unter Berufung auf eine Quelle der russischen Marine verrät. Das russische Schiff verließ Sewastopol, einen großen Schwarzmeerhafen auf der Halbinsel Krim, am 13. März und kehrte am 30. Juni zurück. Die Fregatte wurde die meiste Zeit im Mittelmeer eingesetzt."

Die USS Georgia. Bild: U.S. Navy photo by Mass Communication Specialist 2nd Class Kimberly Clifford
Die USS Georgia. Bild: U.S. Navy photo by Mass Communication Specialist 2nd Class Kimberly Clifford

Und weiter: "Die Verfolgung dauerte mehr als zwei Stunden, in denen das russische Schiff die grundlegenden Parameter des amerikanischen Unterseeboots notierte, die entschlüsselt werden und zu den akustischen Eigenschaften des Unterseeboots hinzugefügt werden… Selbst die Lokalisierung eines U-Boots im Meer ist ein großer Erfolg, sagte Vladimir Ambartsumyan, der einst Kommandeur der Marinebrigade in der russischen Nordflotte war, der Iswestija. "Atom-U-Boote sind komplexe Objekte zur Erkennung", sagte er der Zeitung."

Während das US-Verteidigungsministerium zu diesem angeblichen Vorfall bislang noch keine Stellung genommen hat, spekuliert die russische Zeitung darüber, ob die "Admiral Essen" nicht vielleicht die "USS Georgia" aufgespürt hat, welche mehr als 150 Cruise Missiles transportieren kann und wohl auch bei der Attacke der US-Koalition auf Damaskus im April dabei war.

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