Macht Religiosität arm?

Normalerweise sind die religiösen Länder ärmer als die nichtreligiösen. Die USA stellen eine Ausnahme dar. Macht Religiosität arm, oder Armut religiös?

Von Marco Maier

Wie das renommierte Pew Research Center in einer Untersuchung feststellte, kann man in den meisten Ländern einen Zusammenhang zwischen Religiosität und Armut feststellen. Je nachdem, was man als Ursache festlegen will, kann man sagen: "Je religiöser ein Land ist, umso ärmer sind die Menschen dort", oder, "je ärmer ein Land ist, umso religiöser sind die Menschen dort".

Religion Armut

Die obige Grafik verdeutlicht anhand des Vergleichs, wie groß der Anteil der Menschen ist, die täglich beten und dem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf in Kaufkraftparitäten, dass gerade die Menschen in den ärmsten Ländern häufiger beten als jene in den wohlhabenderen. Wobei allerdings die (ex-)kommunistischen (und somit atheistisch geprägten) Länder aus historischen Gründen nicht sehr religiös sind.

Aber: Gerade die Vereinigten Staaten von Amerika stechen hierbei hervor. Denn: Dort beten mehr als die Hälfte der Menschen jeden Tag. Wobei man hier auch anmerken muss, dass es sich dort vor allem um evangelikale Christen handelt, die eine hohe Arbeitsethik besitzen. Zum Vergleich: In Deutschland, Österreich, der Schweiz oder Großbritannien sind es nicht einmal zehn Prozent. Selbst bei den buddhistisch geprägten Japanern und Südkoreanern sind es nur etwa knapp ein Drittel.

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Was aber auch auffällt ist, dass gerade jene Länder mit den am meisten religiösen Einwohnern (die sagen, Religion ist sehr wichtig für ihr Leben) auch im Schnitt eine größere finanzielle Ungleichheit aufweisen, wie das Pew Research Center in der nachfolgenden Grafik verdeutlicht:

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Religion Ungleichheit

Es scheint, als ob die Religiosität nicht nur dazu führt, dass die Menschen (aus Untätigkeit, weil es ist ja "Gottes Wille") in der Armut verharren, sondern dazu auch noch einer kleinen Oberschicht ermöglicht, in Saus und Braus zu leben, ohne dass es nennenswerte Widerstände dagegen gibt.

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6 Kommentare

  1. Ich weiß leider nicht mehr wer es gesagt hat, aber hier ein gutes Zitat über muslimische Länder :

    "es gibt Menschen, die sich mal Gedanken darüber machen sollten, ob man seine Zeit nicht sinnvoller verbringen kann, als 5 Mal am Tag auf einem Teppich herumzurutschen."

    1. Da ist was wahres dran. Gerade der Islam reglementiert den gesammten Tagesablauf bis hin zum Beischlaf. Für Kreativität ist in dieser Religion kein Platz, sie ist auch absolut unerwünscht. So gut wie keine Innovationen, die die Menschheit voranbrachten kommen aus dem Islam. Die islamische Medizin des Mittelalters, die uns immer so gerne vorgeführt wird, stammt ausnahmslos von den alten Griechen. Auch die "arabischen" Ziffern stammen aus Indien von den Hindus. Da ist nichts, und wenn man mal drüber nachdenkt, dass die gesamte arabische welt bis heute keinen einzigen Verbrennungsmotor zu Stande gebracht hat, dann zeigt das einiges, oder besser gar nichts.

  2.  

    “Das Reich Gottes ist inwendig in Euch und überall um Dich herum; Nicht in Gebäuden aus Holz und Stein. Spalte ein Stück Holz und ich bin da, Hebe einen Stein auf und Du wirst mich finden.”

    Das Thomas-Evangelium gehört zu den Nag-Hammadi-Schriften.

    Übersetzt in die heutige Zeit:  

    Die Natur ist in uns und überall um uns herum; Nicht in Gebäuden aus Holz und Stein. Spalte ein Stück Holz und du siehst die Natur, Hebe einen Stein auf und du wirst die Natur finden.

    Heißt also: Man braucht keine Kirche, um Gott zu suchen, oder zu finden.  

    Nur darf ich das keinem Kirchenmann, oder Frau sagen. Die gehen promt in den Wald und sammeln Holz für einen Scheiterhaufen.  Mit dem Spruch verlieren die ihre Existenzberechtigung und das ist Grund genug einen Scheiterhaufen auf zu stapeln. 

     

     

  3. "Normalerweise sind dir religiösen ärmer als die nichtreligiösen…….."  –  Das muss nicht sein. Sieht man einmal von den strengen Glaubenslehren ab, die, im Gewande einer Religion daherkommen, doch nichts anderes als totalitäre Ideologien sind, so kann eine Religion durchaus Humanität und soziale Gemeinschaften fördern. Sie sollte dem Gläubigen das Recht auf Individualität zugestehen, ihn nicht mit strengen Ritualen, Verhaltensregeln, Speise- und Kleidungsvorschriften einschnüren und keinesfalls mit dem alleinigen Anspruch auf Wahrheit die eigenen "Anhänger" dazu aufrufen, Geringschätzigkeit oder gar Haß gegenüber Anderdenkenden und Andersgläubigen zu empfinden. Eine solche Lehre wird zur Gefahr für jede menschliche Gesellschaft. Die Propagandisten solcher Lehren sind nicht anderes als Agenten eines diabolischen Geistes.                                                                                                                                                                                                                                                                           P.S.        Ist es nicht vermessen, sich als ein zur Evulotion fähigen Menschen zu betrachten, jedoch die Rettung aus Not, Elend und anderen zumeist selbst produzierten Miseren einem Gott zu überlassen. Ein solches Verhalten dokumentiert die eigene Hilflosigkeit, den Verlust geistiger Freiheit.. Ich halte es da lieber wie die "Naturvölker", die das Göttliche in jedem Menschen, jedem tier, jeder Pflanze sehen.                                                                                                                                                            Die Vorstellung eines gütigen, strafenden oder gar rächenden Gottes, also die Unterstellung eines emotional handelnden Wesens, ist für mich absurd. Es übersteigt meine Vorstellungskraft mir vorzustellen, dass es vernunftbegabte Wesen sein sollen, die ihrem Gott unterstellen, dass er uns entwurzelte aggressive Primaten beim Abschlachten on unseresgleichen zusieht und dies noch gutheißt.

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