Jemen: Saudi-Luftangriff tötet vor allem Kinder

Der Angriff war gegen ein Vertriebenenlager gerichtet.

Von Jason Ditz / Antikrieg

Saudische Kampfflugzeuge führten am Donnerstag einen Luftangriff gegen die jemenitische Hafenstadt Hodeidah durch, trafen ein Lager für intern vertriebene Menschen und töteten mindestens 31 Zivilisten. Unter den Getöteten befanden sich 22 Kinder. 79 Zivilisten wurden verwundet, die überwältigende Mehrheit von ihnen waren ebenfalls Kinder.

Nach Angaben von Reportern kam es zu mehrfachen Angriffen gegen das Lager. Der erste Schlag schickte Kinder auf die Suche nach einem Evakuierungsbus, ein nachfolgender Angriff traf dann den Bus selbst.

Saudiarabische Koalitionsvertreter behaupteten, die Houthis, die die Stadt unter ihrer Kontrolle haben, hätten das Lager selbst angegriffen. Das ist natürlich nicht möglich, denn die Houthis haben überhaupt keine Kampfflugzeuge.

Dies ist der zweite große Vorfall der von Saudi-Arabien geführten Koalition, bei dem in den letzten Wochen eine große Anzahl von Kindern im Jemen getötet wurde, wobei beide Male ein Bus angegriffen wurde. Der vorangegangene Angriff in Saada tötete 51 Zivilisten, 42 von ihnen Kinder.

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Bei dem Angriff von Saada bestand die Koalition darauf, einen Schulbus voll mit Kindern anzugreifen sei eine „legitime Militäraktion“. Es ist klar, dass sie diesen aktuellen Angriff nicht zugeben wollen, da sie versuchen, ihn den Houthis anzuhängen, ohne allerdings zu überzeugen.

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Ein Kommentar

  1. Den Saudis, jenen als Experten für Menschenrechte ausgezeichnete Regime, kann ein solches Verbrechen unmöglich zur Last gelegt werden. Die bombardieren doch keine Kinder, eher köpfen sie diese, wie das Urteil gegen einen regimekritischen 17jährigen beweist. Und nicht genug damit, der enthauptete Körper wird anschließend öffentlich aufgehängt. Diese und ähnliche Barbareien werden von der UN geduldet, man kann zynisch sein und behaupten, die UN zeichnet das Königreich SA noch mit der Leitung einer Expertenkommission für Menschenrechte aus.

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