Für den aus Algerien stammenden Islamwissenschaftler Abdel-Hakim Ourghi ist das Kopftuch kein religiöses Symbol, sondern vor allem ein "Instrument der Unterwerfung" von Frauen.

Von Redaktion

Der deutsch-algerische Islamwissenschaftler Abdel-Hakim Ourghi sieht im Kopftuch für muslimische Frauen ein "Instrument der Unterwerfung". Das Kopftuch sei kein religiöses Symbol, sagte Ourghi der "Rheinischen Post". "Im Koran findet sich kein Hinweis darauf, dass es als Symbol des Islam zu verstehen ist. Auch der Begriff 'Kopftuch' kommt im Koran nicht vor."

Das Kopftuch sei vielmehr ein historisches Produkt der männlichen Herrschaft in der Geschichte der Muslime. "Es geht dabei um die Kontrolle des Körpers und des Geistes der Frauen." Das Tragen des Schleiers sei keine Entscheidung von heute auf morgen. "Sie wird über die Kindheit und über die soziale Praxis der bestimmenden Männer sowie der bereits unterdrückten Frauen vermittelt."

Der Leiter des Fachbereichs Islamische Theologie/Religionspädagogik an der Pädagogischen Hochschule Freiburg sieht zudem große Versäumnisse seitens der Politik bei der Integration vieler muslimischer Familien. "Einige muslimische Eltern haben förmlich Angst davor, dass ihre Kinder verwestlicht werden, wenn sie sich zu sehr den hiesigen Gepflogenheiten nähern", sagte Ourghi.

Die Politik habe sich in den vergangenen Jahren ausschließlich mit konservativen, muslimischen Dachverbänden ausgetauscht, "die ebenfalls das Kopftuch zur Pflicht für muslimische Frauen erklären". In zwölf Jahren Islamkonferenz seien die Verantwortlichen nicht auf die Idee gekommen, mit der "schweigenden Mehrheit der Muslime" zu sprechen. "Die Politik hat auch nicht verstanden, dass es nicht den einen Islam gibt, wie es die Dachverbände predigen. Der Islam hat kein Rom und auch keinen Vertreter Gottes auf Erden. Er ist plural", sagte Ourghi.

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2 COMMENTS

  1. Ich kenne aus meinem persönlichen Kreis eine ganz andere Geschichte. 

    Eine Familie aus Indonesien, er Ingenieur und seit langem in Deutschland tätig als Ingenieur . Die Frau  ebenfalls Ingenieurin, kam für sich auf die Idee, auf einmal Kopftuch zu tragen. Der Ehemann lehnt das immer noch ab. Mit keinem Erfolg. Ich persönlich kenne sie noch ohne Kopftuch. Sie hat sich seit dem sehr stark zum negativen verändert. Auch ist sie mittlerweile auf die "Hatschi " nach Meckern gegangen. Was sie dabei geritten hat ? 

     

     

     

     

    • Ja, Ja – Geschichten – meine Mutter trug in der Waschküche immer eine Kopftuch, nach Mekka wollte sie allerdings nie reisen. Mein Halbbruder, seit Jahrzehnten bei den Hells Angels in HH, trägt seit Jahren auch ein Kopftuch (mangels (Haar) Masse, wie ich meine). Mit Mekka hat der überhaupt nichts am Hut äh Helm.

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