Öltanker unterwegs.

Die Volksrepublik China will sich den Forderungen Washingtons nicht beugen, Ölimporte aus dem Iran zu stoppen.

Von Marco Maier

Wie zu erwarten wird sich die Volksrepublik China nicht an den von den Vereinigten Staaten von Amerika geforderten Sanktionen gegen die Islamische Republik Iran beteiligen, um so den wirtschaftlichen Druck gegen Teheran zu erhöhen. Peking teilte mit, man werde auch in Zukunft weiterhin Erdöl aus dem Iran kaufen. Warum sollte man auch? Immerhin ist das Reich der Mitte selbst Ziel von US-Wirtschaftsmaßnahmen im Rahmen des von Trump entfachten Handelskriegs und sieht sich selbst mit einem Zollsatz von 25 Prozent auf Exporte im Wert von 200 Milliarden Dollar in die USA konfrontiert.

China selbst ist der weltweit größte Ölimporteur und auch der wichtigste Käufer iranischen Erdöls. Allerdings, so berichtet "Bloomberg" unter Berufung auf chinesische Beamte, die ungenannt bleiben wollen, dass die Volksrepublik zumindest nicht hingehen werde und mehr Erdöl vom Iran kaufe, wenn andere Staaten ihre Ölkäufe aussetzen:

"Peking hat jedoch zugestimmt, die Einkäufe von iranischem Rohöl nicht zu erhöhen, so die Beamten, die darum gebeten hatten, nicht identifiziert zu werden, weil die Gespräche mit China und anderen Ländern fortgesetzt werden. Das würde Befürchtungen zerstreuen, dass China daran arbeiten würde, die Bemühungen der USA zu unterminieren, die Islamische Republik durch den Kauf von überschüssigem Öl zu isolieren."

Zu den wichtigsten Käufern iranischen Öls gehören neben China auch Indien und Südkorea. Aber auch die Türkei, Italien, Japan und sogar die Vereinigten Arabischen Emirate kaufen iranisches Öl, wie die nachfolgende Bloomberg-Grafik verdeutlicht:

Iran Ölkunden

Doch was, wenn der Iran den Chinesen ein günstiges Angebot macht um so die wegfallenden Exporte in jene Länder zu kompensieren, welche sich den Erpressungsmaßnahmen der Amerikaner beugen? Dann wird Peking wohl ziemlich sicher umdenken und das billigere Öl aus dem Iran beziehen und dafür von anderen Ländern weniger kaufen.

1 KOMMENTAR

  1. Trump soll zuerst das weltweit gültige Gesetz vorlegen, das ihm gestattet, global-gültige Sanktionrn auszusprechen ohne Kriegs-Gefahr ( UN Regel).

    Alles weitere ergibt sich aus der tatsache, dass es solches Gesetz nicht gibt.

    Wer dennoch dann so verleumdete "Gesetzesbrecher" besztraft oder mit Krieg /Terror/coveractions überzieht, begeht Verbrechen nach Völkerrecht! 

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