John Bolton. Bild: Flickr / Gage Skidmore CC BY-SA 2.0

Trumps Nationaler Sicherheitsberater warnt Assad davor, bei der Eroberung von Idlib Chemiewaffen einzusetzen. Die USA würden darauf „antworten“, so Bolton, der den Islamisten so einen Freibrief gibt.

Von Marco Maier

Obwohl eigentlich selbst Oberkriegstreiber John Bolton es angesichts der internationalen Untersuchungsergebnisse zu den bisherigen (angeblichen) Chemiewaffeneinsätzen in Syrien besser wissen müsste, warnte er Assad davor, bei der Offensive auf Idlib zur Vernichtung der letzten Dschihadistenstellungen eben solche Waffen einzusetzen. Sollte dies geschehen, würden die USA darauf „antworten.“ Im Grunde genommen gibt er den Islamisten, die in der Vergangenheit schon öfter Sarin, Chlorgas & Co einsetzten so einen Freibrief, dies erneut zu tun um dann den Vorfall den Regierungstruppen in die Schuhe zu schieben.

Wie CNN und andere in dieser Woche gewarnt haben, dass die syrische und die russische Armee sich der „letzten Rebellenhochburg“ in Syrien in der nordwestlichen Provinz Idlib nähern, hat der Nationale Sicherheitsberater der USA den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad in Kenntnis gesetzt, die Vereinigten Staaten würden „sehr stark“ reagieren, wenn regierungstreue Kräfte chemische Waffen in ihre Kampagne zur Rückeroberung von Idlib einsetzen würden.

Bolton sprach auf einer Pressekonferenz am Mittwoch in Jerusalem, wo er sich mit israelischen Beamten traf. „Wir sehen jetzt Pläne, des syrischen Regimes, um offensive militärische Aktivitäten in der Provinz Idlib wieder aufzunehmen“, sagte er. „Wir sind unübersichtlich besorgt über die Möglichkeit, dass Assad wieder chemische Waffen einsetzen könnte.“ Bolton warnte: „Nur so gibt es hier keine Verwirrung darüber. Wenn das syrische Regime chemische Waffen einsetzt, werden wir sehr stark reagieren und sie sollten wirklich lange darüber nachdenken.“

Man kann davon ausgehen, dass die Dschihadisten in Idlib (größtenteils vom al-Kaida-Ableger Hay’at Tahrir al-Sham, HTS), die auch mit den Weißhelmen zusammenarbeiten, dies als Einladung verstehen werden, erneut Chemiewaffen gegen die Zivilbevölkerung einzusetzen und so den Vormarsch der Regierungstruppen zu bremsen, da die USA und deren Alliierten dies (wie üblich ohne internationale Untersuchungen abzuwarten und eine tatsächliche Schuld festzustellen) dazu nutzen werden, erneut gegen syrische Regierungseinrichtungen loszuschlagen.

Die USA und deren Kriegskoalition bekämpfen die Assad-Regierung vor allem deshalb, weil sie einen „Schiitischen Halbmond“, kontrolliert vom Iran, verhindern möchten. Dafür unterstützen sie sogar sunnitisch-dschihadistische Gruppen und Milizen, welche die Basis für islamistisch motivierte Terroranschläge im Westen sind. Zur Erinnerung: Sämtliche solcher Terrorangriffe fanden durch Anhänger sunnitischer Extremistengruppen statt, nicht von jenen der Schiiten (wenn man die Attacken der schiitischen Hisbollah auf Israel auslässt, aber diese konzentriert sich nur darauf). Aber das spielt auch in den westlichen Medien keine Rolle.

5 KOMMENTARE

  1. Genau so Herr Maier, ist es zu vermuten.
    Gibt jedoch eine gute Möglichkeit, diesen unerlaubten Einsatz zu vermeiden: Bolton, H. Clinton, Kerry und Co. mit dem Einsatz eines erfolgversprechenden Vernehmungsverfahrens zu konfrontieren.
    Waterboarding a la Guantanamo und Einsatz des Lügendetektors!
    Im Interesse des Weltfriedens und der Glaubwürdigkeit absolut gerechtfertigt, und angemessen!

    • Einen Staat der sich partout nicht an Vereinbarungen hält welche von ihm selbst unterzeichnet wurden zuzumuten seine Kriegsverbrecher an ein Tribunal zu liefern ist sehr vermessen.

      Denn genau dort sind sie nicht bereit gewesen ihre Unterschrift zu leisten um die Kriegsverbrecher in Der Haag anzuklagen!

  2. Man möchte so gern den Iran angreifen, denn das ist Israels langgehegter Herzenswunsch.

    Doch da gibt es immer noch Syrien, das man leider nicht völlig zerstören konnte.

    Vor dem Angriff gegen den Iran muss Syrien vollständig vernichtet werden, denn einen Zweifrontenkrieg traut man den eigenen Streitkräften nicht zu. Also wird an der altbekannten und abgedroschenen Lüge von Chemiewaffen gebastelt.

    Wie im Artikel dargestellt, gibt es auch noch einige willige Helfer, die das inszenieren würden und dann findet man auch gegen Geld, welche, die das bezeugen werden.

    Von einer Konstellation Iran-Syrien würde eine sehr große Gefahr für das internationale Finanzkapital entstehen. Es wäre ein Beispielgebiet in dieser Region, für wirtschaftlichen Erfolg, sozialen Absicherungen und Handel – bei weitestgehendem Ausschluss des Dollars und des Zinssystems. Damit würde auch das System Israels hinterfragt werden müssen, dass ohne finanzielle und materielle „Zuwendungen“ von außerhalb, nicht lebensfähig ist.

  3. Mögen sich all diese doofen Sklaventypen chemisch vergiften, die noch immer bei McBombalds und Kumpanen Tierleichenburger mit Pommes Fettes fressen und Koksbrühe saufen! Mögen all die Perverslinge zur Zielscheibe von orientalischen Vergeltern werden, die sich mit englisch-denglisch bedruckter Kleidung als Blutsäufersknechte ausweisen!

  4. Eine alte, abgestumpfte Masche:
    Angriff ist die beste Verteidigung.
    Nun, für jeden der sehen will, wieder auf dem Präsentierteller.

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