Goldman Sachs warnt vor Bankenkollaps in der Türkei

Die US-Großbank Goldman Sachs warnt, dass ein weiterer Absturz der Türkischen Lira auch die Banken des Landes kollabieren lassen werde.

Von Marco Maier

Angesichts des anhaltenden Kursverfalls der Türkischen Lira warnt die US-Großbank Goldman Sachs davor, dass ein weiterer Kurssturz auf über 7 Lira je US-Dollar die türkischen Banken dermaßen in Bedrängnis bringen werde, dass dann die ersten von ihnen kollabieren. Denn eine solche Abwertung der türkischen Währung würde die Kapitalreserven der Banken quasi auffressen.

Zwar konnte sich die türkische Währung in den letzten Stunden etwas stabilisieren und gegenüber dem Höchstwert von 5,42 Lira für einen Dollar wieder auf rund 5,25 fallen, doch die Gefahr ist noch lange nicht gebannt. Denn bislang sind vor allem die türkischen Unternehmen und Millionäre aus der eigenen Währung in Fremdwährungen geflüchtet, aber auch internationale Investoren beginnen langsam mit dem Abzug des Kapitals, was der Währung noch weiter zusetzt.

Die ganzen Währungsturbulenzen führen auch dazu, dass sich die türkische Regierung nur noch teuer Geld vom Kapitalmarkt holen kann. Für die zehnjährigen Staatsanleihen muss Ankara inzwischen bereits mehr als 20 Prozent an Zinsen bezahlen. Zudem warf das türkische Finanzministerium Bonds im Wert von 539,7 Millionen Lira auf den Markt – und muss dafür 22,1 Prozent an Rendite löhnen. Das setzt dem türkischen Staat zu.

Dies führt dazu, dass der türkische Staat im Falle mehrerer Bankenpleiten kaum in der Lage sein wird, diese Institute mittels eines Bail-outs zu retten. Damit werden jedoch auch viele Privatpersonen und Unternehmen in die Pleite rutschen, was die gesamte türkische Wirtschaft stark in Mitleidenschaft zöge.

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2 Kommentare

  1. Goldmann-Sachs warnt und gewinnt immer, der hat auch den Mietern den Krieg angesagt,  weil uns nun 50% Mietpreisbremse erwarten. lol. 

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