Genua: Ein Paradebeispiel falscher Prioritäten

Mangelhafte Investitionen in die Infrastruktur, während immer mehr Geld ins Militär investiert wird, das ist die Realität in Europa. Der Brückeneinsturz bei Genua ist ein Paradebeispiel.

Von Marco Maier

Die eingestürzte Brücke in Genua ist geradezu ein Paradebeispiel dafür, wie die Politik falsche Prioritäten setzt. Die zivile Infrastruktur rottet vor sich hin während immer mehr Geld in das Militär gesteckt wird – und das, obwohl die meisten europäischen Staatshaushalte ohnehin tiefrote Zahlen schreiben.

Und wenn dann aus Geldmangel (Panzer, Kampfjets und Kriegsschiffe sind ja wichtiger als Brücken, Straßen und Schulen) Brücken einstürzen, Schlaglöcher jede Fahrt zu einem gefährlichen Slalomkurs machen und die Kinder in verschimmelten Klassenzimmern sitzen, in denen der Putz von der Decke bröckelt, kommen Rufe nach Privatisierungen oder zumindest der „Public Private Partnership“ (PPP).

Dabei zeigen doch unzählige Beispiele von Privatisierungen und solchen PPP-Projekten, dass diese die Bürger oftmals nicht nur teurer kommen, sondern dazu auch noch oftmals auch noch schlechtere Qualität mit sich bringen. Klar: Private Betreiber wollen in möglichst kurzer Zeit möglichst viel Profit machen – und das am liebsten noch mit staatlichen Gewinngarantien, die es sonst in der freien Wirtschaft nicht gibt.

Die Menschen in Europa sollten sich einmal fragen, ob sie ihre Steuergelder lieber für den NATO-Militarismus ausgegeben sehen wollen, welcher schlussendlich ohnehin nur Krieg und Zerstörung mit sich bringt, oder lieber für eine ordentliche, solide öffentliche Infrastruktur, welche die Lebensqualität der Menschen erhöht.

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Man muss sich im Klaren darüber sein, dass die NATO zwar auch Infrastruktur-Investitionen verlangt – aber nur für jene Transportwege, welche für einen Krieg gegen Russland unerlässlich sind. Alles was abseits dieser Hauptversorgungsrouten liegt, welche den Nachschub an Kriegsmaterial und Truppen nach Osten sicherstellen sollen, ist für die Politiker nebensächlich.

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3 Kommentare

  1. Wozu das Geld für Straßen und Schulen ausgeben, wenn doch alles in einem 3. Weltkrieg durch A-Bomben vernichtet wird…. ich bin mir sicher das hier alles für einen heißen Krieg mit Russland vorbereitet wird…. Deutschland und weitere Länder Europas werden diesem Wahnsinn geopfert….. auch in Italien sind amerikanische A-Bomben gelagert….

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