FEMA übt für „thermonukleare Detonationen in den 60 größten US-Städten“

Beim US-Katastrophenschutz bereitet man sich bereits auf einen umfangreichen Einsatz von Atombomben gegen die Vereinigten Staaten vor. Geht man von einem baldigen Atomkrieg aus?

Von Marco Maier

Die nationale Katastrophenschutz- und Planungsorganisation der US-Bundesregierung, die FEMA, hat ihre Pläne für nukleare Katastrophen erheblich aktualisiert. Dies geht aus einem neuen aufsehenerregenden Bericht von Buzzfeed hervor, der die neuen Pläne als „wirklich erschreckend“ beschreibt. Ein Bericht, der in den deutschsprachigen Medien kaum Beachtung findet.

Der Bericht basiert auf einem Exklusivinterview mit einem nicht namentlich genannten US-amerikanischen Emergency-Management-Beamten. Bemerkenswerterweise deutete der Beamte an, dass der neue FEMA-Plan die Vorbereitung auf ein Szenario vorsieht, das „große nukleare Detonationen in den 60 größten US-Städten“ beinhaltet.

Der Plan wurde am Donnerstag bei einem zweitägigen Workshop der National Academies of Sciences für öffentliche Gesundheit und Katastrophenhilfe auf dem Capitol Hill diskutiert und beinhaltete eine Notfallbereitschaftsplanung für groß angelegte thermonukleare Explosionen durch staatliche Akteure. Bislang war man stets vom Einsatz „schmutziger Bomben“ durch Terroristen ausgegangen, was sich unter anderem aufgrund der wachsenden Spannungen zwischen Washington auf der einen und Moskau bzw. Peking auf der anderen Seite, sowie den Entwicklungen in Nordkorea wohl geändert hat.

Luis Garcia, Leiter der chemischen, biologischen, radiologischen und nuklearen Abteilung von FEMA, sagte gegenüber BuzzFeed News: „Wir betrachten Detonationen von 100 Kilotonnen bis 1.000 Kilotonnen.“ Zum Vergleich: Im aktuellen FEMA-Protokoll sind noch Atombomben mit einer Sprengkraft von 1 bis 10 Kilotonnen notiert, was jenen der ersten Bomben aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs entspricht.

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Der aktualisierte Reaktionsplan der FEMA umfasst Berichten zufolge Massenvorbereitungen, um mit möglichen nuklearen Angriffen auf 60 der größten städtischen Zentren Amerikas fertig zu werden, und die Einrichtung medizinischer Dienste, um all die verschiedenen nicht direkten Unfallfolgen zu bewältigen, welche solche Agriffe nach sich ziehen würden.

Die Planung beinhaltet aber nicht nur direkten Einfluss und nuklearen Fallout: „Die Agentur hat auch Szenarien in Betracht gezogen, in denen eine Atombombe, ein Cyberangriff, ein koordinierter elektromagnetischer Impuls und biologische Waffen gleichzeitig die USA treffen“, so der Buzzfeed-Bericht dazu.

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2 Kommentare

  1. Guten Tag,

    ich war vor kurzer Zeit an der südlichen Ostküste der VS, unter anderem an einer Universität. Ähnliche Übungen wie die im Artikel erwähnte habe ich ebenfalls mitgemacht – das läuft fast so routinemässig wie im Flugzeug die Sicherheitsübungen.
    Allerdings: was mich erstaunte, war die Ansicht vieler Studenten sowie einiger Geschäftspartner (durchweg freundlich), die mir mitteilten, dass sie erfahren hätten, Russland befände sich aktuell im Bunkerbau für den kommenden Krieg (mit wem, wurde nicht erklärt).
    Auf meine Frage nach der Quelle: meistens CNN. Gut, oder? So lange so leicht Desinformation betrieben werden kann und den Großteil der Bevölkerung indoktriniert, so lange wird sich ‚America‘ niemals eins fühlen können mit seinen oft wunderbaren Menschen. Spaltung hier, Spaltung dort. Und fast alle Menschen auf Erden wollen vor allem eines: Frieden. Ja, bestimmt sogar hat das ganze ein System, einen regelrechten Algorithmus sogar, befeuert von vielen digitalen Bildschirmen und Quellen. Nur: extrem naiv sind oft die Menschen selbst – leider. Mögen sie erwachen!
    Grüße, Franka

  2. Schutz ist ein gutes Stichwort. Welchen Schutz haben wir in Deutschland? In Anbetracht der Tatsache, dass die Merkel-Regierung nicht einmal imstande ist, die Grenzen effektiv zu schützen, sähe es für uns angesichts eines drohenden Krieges, sei er nun atomar oder nicht, wohl düster aus. Selbst die Bundeswehr wurde wehrlos gewirtschaftet, von einer vorsätzlich inkompetenten Merkel-Anhängerin. Niedergang, wohin man sieht. Die Zukunft sieht düster aus.

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