Hunderte Accounts wurden von Facebook gelöscht, weil sie angeblich aus dem Iran und vom russischen Militärgeheimdienst betrieben wurden.

Von Marco Maier

Wieder einmal ging eine Löschwelle durch Facebook. Insgesamt 652 Profile, die angeblich aus dem Iran und vom russischen Militärgeheimdienst betrieben worden seien um Propaganda zu verbreiten, wurden von dem Unternehmen gelöscht, wie Unternehmenschef Mark Zuckerberg erklärte. Beweise wurden dafür nicht gebraucht, Vermutungen reichten offenbar völlig aus.

Das aktuelle Vorgehen sei das Ergebnis von vier getrennten Untersuchungen gewesen, erklärte Facebook. „Wir ermitteln immer noch und es gibt eine Menge, was wir noch nicht wissen“, sagte Zuckerberg. Allerdings habe man die iranischen Accounts zumindest partiell über öffentlich zugängliche Registrierungsinformationen nachweisen können.

Die Zuordnung von Aktivität zu russischen Geheimdienstkreisen beruhe hingegen auf Erkenntnissen amerikanischer Sicherheitsbehörden, hieß es. Diese Accounts hätten sich vor allem auf Syrien und die Ukraine fokussiert und diesmal die USA nicht im Visier gehabt.

Interessant ist, dass man sich wieder einmal auf jene Accounts konzentriert, die angeblich von staatlichen Stellen aus Russland und dem Iran betrieben werden, während die westlichen Geheimdienste und Behörden ihrerseits tun und lassen können was sie wollen. Aber Feindbilder müssen ja gepflegt werden.

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