EZB-Politik enteignet die deutschen Sparer

Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) sorgt dafür, dass die deutschen Sparer enteignet werden. Sie verlieren Milliarden.

Von Redaktion

Auch wenn es wohl nur etwa die Hälfte der Deutschen betrifft, welche überhaupt nennenswerte Sparguthaben auf der Bank haben, so ist die Zahl enorm: Laut einer Berechnung der "Allianz" kostet die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank die deutschen Sparer in diesem und im nächsten Jahr insgesamt rund 85 Milliarden Euro. Dieser Verlust resultiert aus den niedrigen Zinsen und der Inflation.

Demnach beläuft sich bei Bankeinlagen in Höhe von 2.370 Milliarden Euro der Kaufkraftverlust auf 40 Milliarden Euro im Jahr 2018. Im kommenden Jahr steigen die Einlagen auf geschätzt 2.480 Milliarden Euro und der Kaufkraftverlust durch die Inflation bei niedriger Verzinsung auf rund 45 Milliarden Euro. Dabei geht der Analyst Arne Holzhausen von 1,8 Prozent bzw. 1,9 Prozent Inflation aus. Im Juli betrug sie nach vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes 2,0 Prozent.

Dies führt dazu, dass die Rufe nach einer Anhebung des Leitzinses durch die EZB immer lauter werden, zumal die Inflation anhaltend hoch ist und das Wirtschaftswachstum stabil. Doch Draghi und Co wollen damit noch mindestens bis Herbst 2019 warten, wenn das aktuelle Anleihen-Kaufprogramm durch ist.

Allerdings wird damit auch deutlich, welche Probleme die europäische Gemeinschaftswährung mit sich bringt. Immerhin müssten in Deutschland die Zinsen längst schon wieder steigen, während gerade die südeuropäischen Länder weiterhin ein eher niedriges Zinsniveau brauchen, um nicht wieder gleich in eine Finanz- und Wirtschaftskrise zu stürzen.

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