EU-Wahl: Macron gegen Orban

Bei der Wahl zum Europäischen Parlament bildet sich eine Frontstellung zweier Ideologien an: Macrons Super-Europa und Orbans Nationen-Europa. Was bevorzugen Sie?

Von Michael Steiner

Der Wahlkampf für das Europäische Parlament scheint bereits eröffnet zu sein. Zumindest was die Zukunft der Europäischen Union betrifft, wo sich insbesondere mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Ungarns Premierminister Viktor Orban zwei Führungspersönlichkeiten etablierten, welche symbolisch für zwei gegensätzliche Verständnisse über den politischen Aufbau der EU stehen.

Während Ersterer laut Orban die Führung der EU übernehmen und sich seine Pläne von den Deutschen bezahlen lassen wolle, fordere Letzerer laut Macron (vor allem in Sachen irreguläre Migration) einen europäischen „Supermarkt“, in dem sich jeder selbst aussuchen könne was er wolle. Dabei vergisst der Franzose, dass die Migrationspolitik nach wie vor eine Sache der einzelnen Staaten ist und Brüssel hier kein Einmischungsrecht besitzt.

Wenn sich die EU-Staats- und Regierungschefs zusammensetzen und dann einen Mehrheitsbeschluss über ein Thema fassen, welches in die noch übriggebliebenen nationalen Souveränitätsrechte eingreift, dann kann das für jene die diesen Beschluss ablehnen keine bindende Wirkung haben. Und wenn ein Macron die Aufnahme von irregulären Migranten (wie jene, die von der „Aquarius“ nach Europa gebracht und unter sechs EU-Staaten aufgeteilt wurden) als „fortschrittlich“ („progressiv“) bezeichnet, dann ist das eine Begriffsverdrehung.

Diese Art von „Fortschrittlichkeit“ führt nämlich geradewegs in die Selbstzerstörung. Schweden ist ein solches Paradebeispiel, wie der von Macron & Anhängseln gefeierte „Liberalismus“ samt „Offenheit und Toleranz“ dazu führt, dass ein eigentlich wohlhabendes und soziales Land direkt darauf zusteuert, bald auf Drittweltniveau zu sein.

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Die Europäer werden sich bei der Europawahl 2019 dafür entscheiden müssen, welchen Weg sie gehen wollen. Es gibt – mit diversen Abstufungen – zwei Hauptwege: Entweder man stimmt für die „Vereinigten Staaten von Europa“, oder aber für ein „Europa der Nationen“. Für welchen Weg entscheiden sich Sie?

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4 Kommentare

  1. Völkerfreunde wie etwa Orban oder Höcke gewinnen Gehör, wenn sie sich unmittelbar leibhaftig an die Bürgerinnen und Bürger wenden, z.B. als Redner in Veranstaltungshallen, ergänzt (wie es Donald Trump tut) durch tägliche persönliche Twitter-Mitteilungen.

    Ein Macron und eine Merkel sind die Gehirnwäsche-Führer der Fersehsklaven, Radiosklaven und Zeitungslesesklaven also der Dummköpfe. Zumindest im BRD-System gehören viele staatsamtliche Pauker, NS-Konkordatssold-Pfaffen und Gewerkschaftsbosse als Ideologen der multikriegerischen Grenzenlosigkeit und des politisch-ökonomischen Sadomasochismus zu den völkerfeindlichen Seelenverpestern.

  2. Ich bin nicht sicher, ob die geplante „Wahl“ überhaupt diese Bezeichnung verdient. Hier wird ein für die Steuerzahler sehr teures und machtloses Quasselkabinett neu besetzt. Die Richtlinien der „EU-Politik“ wird in den Hinterzimmern von Hochfinanz/Bilderbergern/Satanisten etc. vorgegeben und von den auserwählten Kommissaren umgesetzt. Das EU-Parlament bildet für den Wähler ebenso wie der Bundestag lediglich die Kulisse, die zur Aufrechterhaltung des Mythos „parlamentarische Demokratie“ dient.

  3. Absolut auf der Seite Macrons. Es ist nicht die richtige Zeit für Merkels berühmtes Zögern, es braucht endlich mal Veränderung. Da! Mit Macron haben wir endlich mal einen Reformer mit guten Ideen und dem Willen sie umzusetzen! Wenn wir das Auseinandergleiten der Unionspartner verhindern und die zunehmende diplomatische Verschränktheit mit USA und Russland ausnutzen wollen, um als supranationales Konstrukt endlich mal zusammenzuwachsen und den lange erzielten Höhepunkt der europäischen Integration voranzutreiben ist das jetzt wirklich die beste Gelegenheit, die wir seit langem hatten! Warum nur haben wir gerade so eine Schnarchnase wie Merkel???? >…<

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