Die Landesregierungen von Baden-Württemberg über Hessen bis nach Brandenburg zocken mit Derivaten an den Finanzmärkten. Ausbaden dürfen dies die Steuerzahler.

Von Marco Maier

Zwölf der Sechzehn deutschen Bundesländer haben mehrere Milliarden Euro in Finanzderivaten stecken, die jedoch angesichts der Niedrigzinsphase bereits zu Milliardenverlusten führten, für die die Steuerzahler schlussendlich geradestehen müssen. Unbedarfte Politiker die wohl auf ihre Lobbyistenfreunde aus der Finanzindustrie hören haben ihnen dies eingebrockt.

Eine Umfrage der „Welt am Sonntag“ in den Bundesländern hatte ergeben, dass bis auf Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Thüringen alle anderen Länder Derivate einsetzen – insgesamt also zwölf. Die meisten von ihnen haben dabei mindestens Buchverluste angehäuft. Der größte Derivateverlierer ist Baden-Württemberg. Hier beträgt das momentane Minus der Zinspapiere 4,1 Milliarden Euro. Hessen und Bremen folgen mit einem negativen Marktwert von 3,2 Milliarden Euro. Wenn die Derivate in einigen Jahren auslaufen, könnten daraus Milliardenkosten werden.

Alleine dies zeigt wieder einmal, wie wenig Respekt die etablierte Politik vor den Steuerzahlern hat. Da wird mit den öffentlichen Finanzmitteln herumspekuliert als ob nichts wäre, weil es ja nicht das eigene Geld ist, welches so im Feuer steht. Dank der guten staatlichen Saläre brauchen sie sich auch nicht über steigende Steuern beklagen und da sie nicht persönlich finanziell für diese Verluste haftbar sind, gehen sie offenbar umso gewagter vor. Das kann doch nicht sein, oder?

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3 thoughts on “Derivateskandal: Wenn Politiker Volksvermögen verzocken”

  1. Was sollen denn die armen POlitiker machen? Jeder weiß, was das für Sorte von Menschen ist. Spätestens seit der Bundestag die gesetzwidrige Einreise von hunderttausenden kulturfremden Menschen, meist ohne Pässe und Leumund, pauschal ermöglichte.
    Trotzdem liefen ein Jahr später 75% der Wahlberechtigten in die nächste Wahlzelle und befahlen mit Blankovollmacht, also Wahlkreuz, dass so weiter gemacht werden müsse. Demokratisch eben.

    Eine Alternative beschreibt Prof. Dr. Hans-Hermann Hoppe in dem Buch „Der Wettbewerb der Gauner“,
    oder Oliver Janich im Buch „Sicher ohne Staat“

  2. Zum einen sehen sich die Politiker der etablierten Parteien ja als gottähnlich an – ihre Spitzenkräfte stehen selbstverständlich noch über Gott, zum anderen weisen sie eklatante intellektuelle Defizite auf.

    Wenn diese Typen nicht sofort jeden sachlichen Aspekt zur Finanzpolitik sofort als Verschwörungstheorie deklarieren würden, wäre ihnen dieser Mehrfach-Fauxpas kaum passiert.

    So sollten sie eigentlich wissen, wie Zins- und Zinseszins-Politik funktioniert. Sie sollten auch wissen, wer die Strippenzieher im Hintergrund sind, schließlich wurden ihre eigenen Funktionen genau von diesen abgenickt.

    Der Handel mit Derivaten ist eine Königsdisziplin der Marionettenspieler. Nur mit ihren eigenen Aktivitäten schaffen sie Zustände, auf die sie vorher gewettet haben.

    Mit Derivaten lassen sich so noch die höchsten Gewinne einfahren. Dafür bedarf es die entsprechend große Anzahl von Dumpfbacken, die mit genügend Geld an die Börse gehen. Die kleine Schwester des Derivatehandels heißt übrigens Schneeballsystem.

    Jedes Lotteriespiel ist von seinem Grundkonzept fairer ausgelegt.

    Es ist längst überfällig, dass diese Politiker von ihrem Thron gestoßen werden und für die Schäden die sie angerichtet haben, zur Verantwortung gezogen werden.

  3. Wollen sie wissen über was ich mich am meisten ärgere ? Daß ich kein Politiker geworden bin !
    Junge svhwimmen die im Fett und keiner kann denen . Ein Traumjob !
    Mein Großvater war Komunalpolitiker aber damals konnte man noch nicht so unverschämt hinlangen .

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