Die US-amerikanischen Farmer sehen sich mit neuem Ungemach konfrontiert. Mexiko kauft lieber mehr Weizen aus Russland als aus den USA.

Von Marco Maier

Russland und die USA liefern sich bereits seit einigen Jahren ein Kopf-an-Kopf-Rennen, was die Stellung als global führender Weizen-Lieferant betrifft. Doch nun, infolge der aggressiven US-Handelspolitik, verlieren die Amerikaner gerade im wichtigen Nachbarland Mexiko massiv an Boden. Seit 1994, als die nordamerikanische Freihandelszone NAFTA geschaffen wurde, sind die USA der wichtigste Weizen-Lieferant Mexikos. Doch das beginnt sich zu ändern.

Weil sich die mexikanischen Müller infolge Trumps Attacken auf NAFTA schon auf Zölle einstellen, kaufen sie den Weizen vermehrt von anderen Ländern auf. Neben diversen südamerikanischen Ländern zunehmend auch von Russland. Das Ergebnis: Sahen sich die USA in der ersten Jahreshälfte bereits insgesamt mit einem Rückgang von 21 Prozent bei den Weizenexporten konfrontiert, lag das Minus bei den Lieferungen nach Mexiko sogar bei ganzen 38 Prozent. In absoluten Zahlen sind es nur noch 285 Millionen Dollar, welche die USA dafür aus Mexiko erhielten.

Russland selbst hat im Erntejahr 2016/2017 eine Rekordmenge von 30 Millionen Tonnen Weizen exportiert, was einem Weltmarktanteil von 18 Prozent entspricht. Zum Vergleich: Noch im Erntejahr 2012/13 waren es rund 11 Millionen Tonnen und ein Anteil am globalen Weizenmarkt von acht Prozent. Zu den wichtigsten Abnehmern von US-Weizen gehören Mexiko, Japan, die Philippinen, Nigeria und Südkorea, die zusammen fast die Hälfte des US-Weizens abnehmen.

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2 thoughts on “Weizen: Mexiko kauft lieber von Russland als von den USA”

  1. Landwirtschaftliche Produkte und Lebensmittel würde <i>immer</i> lieber in Russland als in USA kaufen, ganz einfach weil die russischen Produkte nicht genmanipuliert sind.

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