Weißhelme: Wissen sie zu viel?

Warum werden die Terroristenhelfer der Weißhelme in den Westen evakuiert? Sollen sie nicht lebend den Truppen Assads in die Hände fallen, weil sie zu viel wissen?

Von Marco Maier

Damaskus hat die Befreiung des Südwesten Syriens von den islamistischen Terrorgruppen weitestgehend abgeschlossen, welche vor allem von arabischen Golfstaaten aber auch vom Westen unterstützt werden bzw. wurden. Die Operation Basalt des Militärs war äußerst erfolgreich und erlaubte es ihnen, die Kontrolle über die besetzten Provinzen Quneitra und Daraa zurückzuerobern. Inzwischen sind nur noch kleine Nester übrig. Viele der lokalen Banden ergaben sich einfach. Diejenigen Militanten, die bleiben wollten, unterwarfen sich einem Versöhnungsverfahren mit den Behörden, während die anderen auf grüne Busse gesetzt und nach Idlib geschickt wurden.

Wie auch immer: Unter jenen die evakuiert wurden, befanden sich auch Mitglieder des "Syrischen Zivilschutzes", auch "Weißhelme" genannt – eigentlich eine Propagandaorganisation der Al-Kaida. Wenn sie gefangen genommen würden, wäre das ein ernstes Problem für die USA und ihre Verbündeten, da die Mitglieder dieser Organisation viel zu sagen hätten, wenn sie vor den Kameras wären. Und der Schaden, der durch ihre Aussagen verursacht wurde, wäre weitaus schlimmer als die Folgen der Einlassungen von Hassan Diab – dem Jungen, den die "Weißhelmen", als Opfer eines chemischen Angriffs in Douma genannt wurde, der zugegeben hat, dass der Angriff für die Fotografen inszeniert worden war. Und es wäre so viel schlimmer, einfach weil die Weißhelme – oder zumindest ihre Anführer – so viel mehr wissen.

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Die Weißhelme waren die wichtigste Waffe des Westens an der Propagandafront des syrischen Krieges. Sie haben als lokale Menschenrechtsaktivisten gehandelt, die Fotos gemacht und Videos über die "chemischen Angriffe" gedreht haben, die dieser "blutige Tyrann" angeblich gegen sein eigenes Volk verübt hat. Und genau auf dieser Grundlage haben die USA und ihre Partner Sanktionen gegen Damaskus verhängt und Racheakte in Form von Angriffen begangen, die nichts anderes als Bombenteppiche gewesen wären, hätte Moskau nicht sorgfältig vor den Folgen dieser Angriffe gewarnt.

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Jetzt, unter Kontrolle der Westmächte und in einem Geheimversteck in Jordanien untergebracht, werden sie auf eine Umsiedlung nach Großbritannien, Kanada und Deutschland vorbereitet – fernab irgendwelcher Kameras. Dort haben die westlichen Geheimdienste und Militärs nun die Möglichkeit, die wichtigsten und gefährlichsten von ihnen heimlich aus dem Weg zu schaffen. Einfach nur um sicherzugehen, dass von den Ereignissen in Syrien nicht zu viel ans Tageslicht kommt.

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3 Kommentare

  1. Niemand interessiert sich mehr für eine Aufdeckung der US-Lügen. Sowas gehört zu den tgl. Nachrichten und ringt den Menschen nicht mal mehr ein Gähnen ab.

  2. Merke: Lügen müssen so drastisch sein und so unglaublich, dass sie sich selbst nach dem Erscheinen in Luft auflösen und derjenige, der sie ans Licht gebracht hat, für SEINE Lügen geköpft wird. Uralter Bart!

  3. Sehr gut, Herr Mayer, diese Darstellung der Motive des Westens, der da sehr riskante Operationen unternimmt, nur um ein paar Helfershelfer zu retten. Das Schickal von Helfershelfern hat von Vietnam über Afghanistan bis heute den Westen nie interessiert. 

    Vermutlich hat des ganze Hickhack um den Leibwächter von Bin Laden, Sami A., dieselben Hintergründe. Die Tunesier und damit villt eine größere Öffentlichkeit sollen nicht erfahren, warum man diesen Mann trotz seiner angeblichen Gefährlichkeit über Jahre in Deutschland unbehelligt hat leben lassen. Welchen Nutzen hatte Sami A für Deutschland und den WEsten? Denn im Allgemeinen ist unser Staat ja nicht so großzügig, wenn es um die Verteilung von Almosen geht (siehe das Elend an den Tafeln).

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