Linksextremisten bzw. Anarchisten wollen laut dem Verfassungsschutz verstärkt Cyberattacken auf die EDV-Systeme des Staates und von Unternehmen durchführen.

Von Redaktion

Auf einschlägigen linksextremistischen Plattformen wie z.B. "Indymedia" haben Anarchisten in der Vergangenheit immer wieder zu Cyberattacken auf staatliche Einrichtungen und private Unternehmen aufgerufen, wie der Verfassungsschutz in einer vertraulichen Lageeinschätzung konstatiert. Unter dem Titel "Hack the System!" haben sie ihre Gesinnungsgenossen international dazu aufgerufen, sich entsprechend auszubilden und staatliche Strukturen zu attackieren.

Der Anarchismus müsse "die digitale Welt erobern", heißt es dem "Focus" zufolge in dem Text, welcher der Redaktion des Nachrichtenmagazins vorliegt. Auch wenn linke Hacker "erste revolutionäre Akte im Cyberspace vollführt" hätten, sei dieser Widerstand "noch zu gering und müsse stetig ausgebaut werden".

Wie Focus weiter schreibt, nimmt der Verfassungsschutz die Drohungen sehr ernst. Sollte es den Tätern gelingen, Cyberangriffe im großen Stil durchzuführen, "drohen immense Gefahren sowohl für alle hochsensiblen Sicherheitsbereiche staatlicher Einrichtungen als auch für Wirtschaftsunternehmen wie Banken, Rüstungsindustrie etc.", zitiert Focus aus der Analyse der Verfassungsschützer.

Die finanziellen Schäden wären "kaum überschaubar", hinzu käme die enorme Symbolkraft solcher Attacken. Laut Verfassungsschutz verfügt die anarchistische Szene "über ein gewisses Know-how im gesamten IT-Bereich." Allerdings hätten die Linksextremisten bisher zu wenig fachliches Know-How, da sie bislang noch nicht in der Lage gewesen seien, gut ausgebildete IT-Spezialisten und Hacker zu rekrutieren.