Präsident Donald Trump. Bild: White House / public domain

US-Präsident Trump fragte seine Regierungsmitglieder, ob man nicht einfach eine Invasion starten könne, um die venezolanische Regierung zu stürzen. Diesen Vorschlag unterbreitete er mehrfach.

Von Marco Maier

Die Bemerkungen Donald Trumps, Panzer nach Venezuela zu schicken, waren mehr als eine taktische Angstmache gegenüber Präsident Maduro und dessen sozialistischer Regierung. Denn der US-Präsident fragte während eines Treffens im Oval Office eine Gruppe von leitenden Regierungsmitgliedern, warum die Vereinigten Staaten nicht einfach eine Invasion in Venezuela starten könnten. Dies habe einige Mitglieder seiner Administration, darunter den damaligen Außenminister Rex Tillerson und den seinerzeitigen Nationalen Sicherheitsberater HR McMaster, schockiert, so die „New York Post„.

Monate später, als seine Berater ihm mitteilten, seine Invasionsgedanken nicht während eines privaten Abendessens mit vier lateinamerikanischen Alliierten anzuschneiden, tat er es zur Überraschung seines Stabes dennoch. Auch erörterte er diese Gedanken mit seinem kolumbianischen Amtskollegen Juan Manuel Santos.

McMaster war, so wurde berichtet, einer jener Berater, die Trump davor warnten, dass eine Invasion in Venezuela den Vereinigten Staaten die Unterstützung diverser lateinamerikanischer Staaten abhanden kommen könnte, die nicht zu den Unterstützern Maduros gehören. Trump selbst führte jedoch die Invasionen von Panama und Grenada in den 1980er-Jahren an, die für die USA auch weitestgehend folgenlos blieben, was die Alliierten auf dem amerikanischen Kontinent betrifft.

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Angesichts dessen, dass Trump noch während seines Wahlkampfs versprach, keine Regime-Changes einleiten bzw. durchführen zu wollen, um sich so von seiner interventionistischen Konkurrentin Hillary Clinton abzuheben, sind das schon starke Dinger. Und wenn sich ein passender Vorwand findet, dann marschieren US-Truppen eben in Venezuela ein – unterstützt unter anderem auch von Kolumbien und anderen lateinamerikanischen Ländern.

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