USA: Kostet der Handelskrieg den Republikanern die Senatsmehrheit?

Bei den anstehenden Midterm-Wahlen droht den Republikanern ein Debakel. Sie könnten infolge des Handelskriegs die Mehrheit im Senat verlieren.

Von Marco Maier

Immer mehr Staaten beginnen mit Zollerhöhungen auf US-Produkte auf die US-amerikanischen Zollerhöhungen zu reagieren. Eine Folge davon sind die wachsenden Fleischberge in den amerikanischen Kühlhäusern (wir berichteten), aber auch andere Wirtschaftssektoren – vor allem jene in den Gebieten, in denen Trump und die Republikaner stark sind – gibt es zunehmend Probleme. Das dürfte sich auch auf die anstehenden Midterm-Wahlen auswirken und könnte den Republikanern unter Umständen sogar die Mehrheit im Senat kosten.

Zwar lässt die "Battle for the Senate"-Karte (siehe unten) derzeit vermuten, dass die Demokraten bei der Neuwahl der Hälfte der hundert Senatoren schlussendlich 45 Sitze sicher haben, während es bei den Republikanern 48 sind und sieben Senatssitze noch offen sind (was annehmen lässt, dass die Republikaner ihre Mehrheit halten können), doch North Dakota, Nevada, Arizona, Missouri, Indiana, Tennessee und Florida müssen keine sicheren Bänke für Trumps Partei sein.

Kampf für den Senat 2018

Denn derzeit führen die Demokraten in Florida, Tennessee und Nevada. In Indiana haben sie ebenfalls Chancen die Ein-Prozent-Führung der Republikaner zu knacken. Das hieße, wenn man von den Wahrscheinlichkeiten ausgeht, steht es schon mal 49:50 zwischen Demokraten und Republikanern. Wenn Trump die nächste Runde im Handelskrieg einläutet, wird es für seine Partei schon schwieriger.

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Handelskrieg Bundesstaaten USA

Wie die CNBC-Grafik oben zeigt, sind auch die unentschiedenen Bundesstaaten Tennessee, Missouri und Indiana vom Handelskrieg betroffen. Und dort vor allem Schlüsselsektoren, was die Kandidaten der Demokraten für sich ausnützen könnten, sollten die ersten Unternehmen Probleme vermelden. Von den Stahl- und Aluminiumzöllen sind beispielsweise North Dakota und Indiana relativ stark betroffen. Auch das kann knappe republikanische Mehrheiten kippen lassen.

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Klar, eine Mehrheit der Demokraten im Senat ist absolut nicht sicher – aber es steht um die Partei nicht so schlecht, wie es manche gerne hätten. Und unter Umständen (jeder weiß, wie fehleranfällig das US-Wahlsystem ist) wird die zweite Halbzeit der Amtszeit Trumps dann etwas schwieriger, weil der Senat dann in den Händen der Demokraten ist. Aber nur vielleicht…

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3 Kommentare

  1. Die Gefahr kommt aus einer anderen Ecke: der tiefe Staat hat sich gesammelt und weiss, dass es diesem durch Trump an den Kragen gegen wird. Falsch-Medein, Falsch-Wahlergebnisse, Falsch-berichte zur Regierung, Falsch-Pentagon und Falsch FBI, CIA, NAS, NDI, usw lauern nur darauf diesen "Clown" abzuschiessen.

    Weil er nüchtern betrachtet, es versuchen will, die USA wieder zur richtigen USA zurück zu formen. Gegen die FED, gegen die NATO, gegen die Geheimdienste, gegen das Establishment: der tiefe koorupte Staat wird sich wehren. Wir, die Deutschen sollten ihn stützen und ihm helfen. Er ist der erste Präsident seit JFK, der sieht, was dort FALSCH ist.

    1. Richtig, es immer noch nicht zu fassen, dass selbst sich aufgewacht nennende Zeitgenossen Trump überhaupt nicht verstanden haben.

      Ein Beispiel wie der Tiefe Staat erst kürzlich wieder gegen unsere Interessen und die Interessen der USA gehandelt hat. Man hat den Zwergstaat Montenegro (Minirepublik des ehemaligen Jugoslawiens) in die Nato aufgenommen, gegen den Widerstand eines Großteils der dortigen Bevölkerung.

      Warum ist diese Aufnahme in die Nato so gefährlich? Für einen derartigen Zwergstaat müßte im Zweifel die USA in den dritten Weltkrieg ziehen, falls dieser von wem auch immer angegriffen werden würde. Die anderen Natoländer natürlich auch – Beistandspakt. Angriffe kann man unter falscher Flagge inszenieren, wie man weiß.

      Ohne Not oder überhaupt ohnen einen vernünftigen Grund betreibt die Nato (Trump: die Nato ist eigentlich obsolet) die Expansion dieses Angriffsbündnisses. Wurde Montenegro von irgendeinem Staat militärisch oder sonstwie bedroht? Nein!

      Der Tiefe Staat, der sich in die globalistischen Organisationen wie UNO, Nato und EU eingeschlichen hat, glaubt gegen gewählte Regierungen auf der ganzen Welt seine Agenda durchsetzen zu können. Die Schattenkreaturen haben nun mit Putin und Trump zwei schwergewichtige Gegner und allen Grund sie zu fürchten.

      Die entscheidenden Schachzüge gegen den Tiefen Staat werden nun vor der Wahl in den USA durchgeführt.

  2. Die amerikanische Bevölkerung ist trotz aller verbalen und mediaen Unkenrufe und Verunglimpfungen begeistert von ihrem"Clown".und Trump wird vom"Durchschnittsamerikaner" mit Sicherheit wieder gewählt werden.Eine andere Frage ist,welche Möglichkeit die Elite noch hat, die Pläne Trumps und seines nahen Umfelds zu zerstören.Trump wird das alte Amerika wieder amerikanisch  machen, weg von den  Blut saugenden Zecken.

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