US-Soldaten. Bild: Pentagon

Der überbordende Militärapparat der USA ist auch ein gewaltiges Jobprogramm für das Land und bietet auch die Möglichkeit, Immigranten auf Steuerzahlerkosten in Lohn und Brot zu bringen. Mehrere Millionen Jobs hängen direkt oder indirekt vom Pentagon ab.

Von Marco Maier

Die Vereinigten Staaten von Amerika haben eine gewaltige Armee und einen noch imposanteren Behördenapparat des Pentagons. Diese Kriegsmaschinerie dient einerseits als umfangreiches Jobprogramm, andererseits auch als Möglichkeit, Zuwanderern eine (von den Steuerzahlern finanzierte) Arbeit zu geben, die auch mit der Verleihung der US-Staatsbürgerschaft einhergeht. Immerhin wurden seit dem Jahr 2002 laut dem USCIS insgesamt mehr als 102.000 Militärangehörige eingebürgert.

Man muss nur einmal betrachten, wie viele Menschen überhaupt beim US-Militär angestellt sind: Insgesamt sind bei den fünf Teilstreitkräften der Vereinigten Staaten mehr als 1,4 Millionen aktive Soldaten beschäftigt. Hinzu kommen noch rund 745.000 zivile Mitarbeiter. Insgesamt, so offizielle Zahlen, beschäftigt das Verteidigungsministerium mehr als drei Millionen Menschen und gilt als der größte Arbeitgeber der USA selbst und sogar der ganzen Welt.

Für die US-Regierung ist das US-Militär eine Möglichkeit, regulierend auf die Arbeitslosigkeit einzuwirken. Steigt die Arbeitslosenrate, wird das Militär im Ausland aktiver und rekrutiert einfach mehr Soldaten. Auch wenn dies teuer ist, sorgt dies zumindest für eine gewisse Abschwächung negativer konjunktureller Effekte. Man stelle sich nur einmal vor, die USA würden ihre militärischen Aktivitäten im Ausland drastisch reduzieren und sich wirklich nur noch auf die Landesverteidigung konzentrieren – innerhalb kürzester Zeit würden wohl rund eineinhalb Millionen Pentagon-Jobs flöten gehen.

Dies dürfte auch mit ein Grund dafür sein, warum keine US-Regierung auch nur ansatzweise versucht hat, die militärischen Auslandsaktivitäten einzuschränken, sondern vielmehr diese sogar noch auszuweiten. Auch wenn dies die totale Überschuldung der USA noch schneller vorantreibt. Immerhin hängt am Militär und dessen Standorten eine enorme Versorgungsindustrie. Das ist auch ein Grund, warum sich diverse Gouverneure, Abgeordnete und Senatoren immer wieder gegen geplante Standortschließungen sträuben. Nimmt man nämlich die ganze Zulieferindustrie für das Militär hinzu, dürften direkt und indirekt mindestens zehn bis zwölf Millionen Jobs von dem Pentagon-Apparat abhängen.