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Der FSB durchsuchte zwei Labore für Hyperschallwaffen, nachdem bekannt wurde, dass streng geheime Pläne an westliche Geheimdienste übergeben wurden. Dort will man mehr über die modenen Waffen wissen.

Von Marco Maier

Wie die russische Zeitung "Kommersant" berichtet, gibt es in den russischen Laboren zur Forschung an Hyperschallwaffen offensichtlich einen Maulwurf, der streng geheime Pläne an westliche Geheimdienste weitergeleitet hat. Aufgrund dessen durchsuchte der russische Inlandsgeheimdienst FSB nun zwei dieser Forschungslabore, in der Hoffnung, den Maulwurf zu finden und zu fassen.

Laut der Zeitung durchsuchte der Geheimdienst die Wohnungen der Mitarbeiter des TSNIIMASH (das Zentrale Forschungsinstitut für Maschinenbau) und des URSC (Vereinigte Raketen- und Weltall-Kooperation), die beide Teil der russischen Raumfahrtagentur Roscosmos sind und auch am Hyperschallwaffen-Programm des Landes beteiligt sind. Speziell im Fokus der Ermittlungen steht demnach Dmitry Paison, der Leiter der URSC-Forschungseinrichtung, dessen Büro gesondert durchsucht wurde.

Eine mit der FSB-Untersuchung vertraute Quelle beschrieb die Untersuchung als "beispiellos" und enthüllte Kommersant, dass "festgestellt wurde, dass das Leck von TSNIIMASH-Mitarbeitern kam, die mit Paison in Verbindung standen." Die Quelle fügte hinzu, dass es für den FSB nicht einfach sein wird, auf den Täter zu kommen. "Viele Köpfe werden rollen, es wird nicht darauf beschränkt sein, Leute zu entlassen", fügte die Quelle hinzu. Nach dem Überfall bestätigte ein Sprecher von Roskosmos, dass die Durchsuchungen stattgefunden hätten, und fügte hinzu, dass der Chef der Gesellschaft, Dmitri Rogosin, "unsere Sicherheitsabteilung anwies, die Untersuchung maximal zu unterstützen".

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Für die westlichen Geheimdienste und Militärs sind die russischen Forschungsergebnisse extrem wertvoll, da die neuen Waffen die Verteidigungsanlagen der NATO-Staaten faktisch ohne auf nennenswerten Widerstand zu stoßen durchdringen können. So schafft beispielsweise der als "Avangard" bezeichnete Hyperschall-Gleiter eine Geschwindigkeit von bis zu Mach 20 und kann dabei auch nukleare und konventionelle Sprengköpfe transportieren. Die westliche Raketenabwehr ist dagegen machtlos.

Wenn man bedenkt, dass diese Waffen zu den modernsten der Welt gehören und Präsident Putin im März ankündigte, dass dieser Gleiter (siehe auch hier), die "wie ein Meteorit, wie ein Feuerball" einschlägt, kann man sich denken, warum die westlichen Geheimdienste so versessen darauf sind, an die entsprechenden Pläne zu kommen.

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3 KOMMENTARE

  1. Spionage kann man nicht eindämmen, weil Unsummen dafür bezahlt werden, Geheimnisse zu erfahren, die "lebenswichtig" sein sollen. Die Gier der Menschen ist dabei größer als der Patriotismus. Und immer denkt man an das viele Papiereld und das schöne reiche Leben….Alle, die in strategisch wichtigen Firmen gearbeitet haben wissen das…aber gegen das dumme Geld ist kein Kraut gewachsen. Vielleicht hätte Rußland NIE darüber berichten sollen; hätte es geholfen? Wohl kaum, denn wenn erst einmal der Verdacht aufgetaucht ist, gibt's kein Halten mehr. Der Verlust der Pläne ist für Russland ein herber!

  2. Der Diebstahl betrifft nicht die 'Verteidigung' gegen eine solche Waffe, sondern den möglichst schnellen Nachbau, damit mn der Welt demonstrieren kann, wer der BESTE und technologisch versierteste sei.

    Bisher haben die USA nur Schrott entwickelt- sie sind immer auf technologische Erfindungen angewiesen, 1918, 1945, 1990, 2018, der Technologie-Transfer hat offensichtlich nicht ausgereicht.

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